Startnummer 15

Frederick Johannhardt (Pferdesport)

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Titel verteidigt: Frederick Johannhardt vom RFV Okel holte mit Baldur S und Strong John vor der Kutsche erneut den Landesmeistertitel bei den Zweispännern.

Bei der Landesmeisterschaft der Kutschfahrer 2019 stand Frederick Johannhardt ganz oben auf dem Podest. In der Kategorie Zweispänner nahm der Fahrsportler des RFV Okel die Goldmedaille entgegen. Damit verteidigte der 27-Jährige aus Bruchhausen-Vilsen seinen Titel erfolgreich – und das auch noch vor heimischer Kulisse.

„Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet“, gibt Johannhardt zu. Hinter dem Start bei den Landesmeisterschaften des Pferdesportverbandes Hannover, die von seinem Verein ausgerichtet worden waren, stand zunächst ein Fragezeichen. „Ich hatte mir ein paar Wochen vorher die Hand gebrochen.“ Kurzfristig habe er sich dann doch entschieden teilzunehmen. Angespannt hat der Sportler wie in Vorjahr seine Vierbeiner Baldur S und Strong John.

„Es hat alles relativ gut geklappt“, freut sich der Vilsener. Eine Meisterschaft besteht aus einer kombinierten Wertung mit Dressur, Gelände- und Hindernisfahren. Das macht den Sport anspruchsvoll und spannend. Denn abgerechnet wird erst nach der letzten Disziplin.

Der Reiz des Fahrens liegt für Johannhardt darin, zwei Pferde zu einem gut harmonierenden Gespann auszubilden. „Zwei so verschiedene Charaktere zu einer Einheit zu machen, das ist einfach faszinierend.“ Der Wallach Strong Jong stammt aus der familieneigenen Zucht. Baldur S hat er dazugekauft. Der Vierbeiner ist ein ehemaliges Dressurpferd. „Ihn habe ich selbst eingefahren.“

Johannhardt ist mit Pferden aufgewachsen. Seine Familie züchtet seit Generationen Hannoveraner. „Meine Schwester reitet und mein Bruder fährt auch Kutsche“, erzählt der 27-Jährige. „Ich bin mit einem Pony-Einspänner angefangen, habe 2004 das erste Fahrabzeichen gemacht und bin dann zeitnah auf Großpferde umgestiegen“, berichtet der Pferdesportler.

In den vergangenen Jahren hat Johannhardt schon einige Erfolge eingefahren. Unter anderem wurde er zweimal Jugend-Landesmeister und durfte auch bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft starten. Zudem stand er bei Bezirksmeisterschaften auf dem Podest.

Ohne die Unterstützung durch seine Familie und seine Freundin, Finja Hoffmann, die aktuell auch seine Beifahrerin ist, wäre es nicht möglich, unterstreicht der Vilsener.

„Kutschfahren ist ein Teamsport“, stellt der junge Mann heraus, der im Hauptberuf als Speditionskaufmann tätig ist. „Alles unter einen Hut zu bringen, ist manchmal schwierig“, gibt der Fahrsportler zu. Auf dem Kutschbock zu sitzen, sei aber auch entspannend und ein guter Ausgleich.

Der Turniersport gehört für ihn aber unbedingt dazu. Er sei ehrgeizig, erklärt Johannhardt. Entsprechend hat er seine weiteren Ziele bereits klar vor Augen: „Ich möchte meinen Titel im kommenden Jahr unbedingt verteidigen. Außerdem würde ich gerne bei einer Deutschen Meisterschaft mitfahren. Das wäre wirklich schön, wenn es am Ende klappen könnte.“

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