Startnummer 14

Dominik Hensch (Taekwondo)

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Szene aus dem Training: Dominik Hensch (r.), Taekwondo-Kämpfer bei der SG Diepholz, zeigt hier gegen Partner Raffael Krikau einen Kopfkick.

Der Wechsel von der Jugend A zu den Herren verlief vielversprechend: Dominik Hensch, Taekwondo-Kämpfer von der SG Diepholz, absolvierte in diesem Jahr sieben Turniere, gewann sechsmal Gold und einmal Silber. „Dominik hat einen großen Schritt nach vorn gemacht“, sagt Vereins- und Landestrainer Hayati Yardim. Er nennt Stärken des 18-Jährigen: „Er ist sehr variabel, konditionell topfit und kann Anweisungen gut umsetzen.“

Aus gesundheitlichen Gründen (zweiwöchiger Krankenhaus-Aufenthalt in Vechta wegen einer Lungenentzündung verbunden mit einem Gewichtsverlust von zehn Kilogramm, Knieprobleme und lädiertes Sprunggelenk) fiel Hensch ein Vierteljahr aus. Bei den internationalen norddeutschen Meisterschaften in Pinneberg verletzte er sich, war auch nicht mit allen Entscheidungen des Kampfrichters einverstanden, verlor den Finalkampf in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm mit 7:9 nach Punkten. Er kassierte seine erste Niederlage nach drei sehr erfolgreichen Jahren.

Bei der DTU-Final-6-Serie in Bonn, einem Bundesranglistenturnier, feierte der gebürtige Diepholzer einen Blitz-K.-o.-Sieg, entschied den Finalkampf nach zehn Sekunden für sich. Ebenfalls die Goldmedaille sicherte er sich beim stark besetzten Turnier in Halle um den Cup von Sachsen-Anhalt. Den ersten Platz belegte Hensch auch bei den internationalen Nordic Open in Kaltenkirchen. Bei den ostdeutschen Meisterschaften in Schönebeck gewann er zum dritten Mal in Folge den Titel.

Seit dem 14. Lebensjahr hat Dominik Hensch Interesse an Kampfsportarten, zunächst informierte er sich bei seinem Vater Andreas, der früher zum Karate-Training nach Hunteburg gefahren war. Er präsentierte seinem Sohn seinen Sport zu Hause. Der Youngster selbst machte schließlich Taekwondo-Übungseinheiten bei der SG Diepholz mit und merkte, dass diese koreanische Kampfsportart ihm Spaß bereite und liege. „Dabei ist es geblieben“, sagt der Schüler, der die 13. Klasse des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup in Diepholz besucht und 2020 die Schulzeit mit dem Abitur beendet. Anschließend beabsichtigt er, ein Zahnmedizin-Studium aufzunehmen.

Der 1,87 Meter große und 80 Kilogramm schwere Kampfsportler absolviert pro Woche zwei Übungseinheiten bei der SG Diepholz, schwimmt regelmäßig (ist Mitglied bei der DLRG Diepholz) und fährt vor Turnieren auch noch zum Landesstützpunkt und trainiert beim PSV Georgsmarienhütte mit Aktiven vom Nationalkader. Außerdem übt er in Hannover mit Landeskader-Kämpfern (Training für sämtliche Altersklassen). Besuche im Fitness-Studio und Laufeinheiten vervollständigen sein Programm. „Ich trainiere jeden Tag“, unterstreicht Hensch.

2020 hat der ehrgeizige Taekwondo-Kämpfer, dessen Stärke gedrehte Kicks mit dem Fuß gegen den Kopf sind, einiges vor: „Ich werde bei den deutschen Juniorenmeisterschaften starten. Außerdem habe ich das Ziel, in den Nationalkader aufgenommen zu werden.“ Da er kürzlich die Anforderungen für den Blaugurt bewältigt hat, startet der Youngster künftig bei den Herren in der Leistungsklasse 1. Hensch nennt einen entscheidenden Unterschied zur LK 2: „Für die LK 1 muss ich noch härter werden.“ Das Aushängeschild der Taekwondo-Abteilung der SG Diepholz weiß, dass er noch zulegen kann: „Es ist sicherlich schwer, die Bewegungen zu koordinieren, ich kann sie aber noch schneller ausführen.“

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