Startnummer 29

HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf (Handball)

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Purer Jubel (hintere Reihe v.l.): Mirja Ehlers, Philina Wulferding, Sarina Schnichels, Co-Trainer Stephan Giese, Paula Kleinbrod, Merle Dreyer, Johanna Holthus, Melanie Ginder, Jeanette Eiskamp, Trainer Andreas Schnichels; mittlere Reihe von links: Romy Grots, Laura Asendorf, Lena Rajes, Kira Becker sowie vordere Reihe (v.l.): Ida Schumacher, Marisa Herzig, Neele Raaf, Elisa Puvogel und Luisa Detering von der HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf.

Außergewöhnlich – dieses Wort beschreibt die Saison der Handballerinnen der HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf vermutlich am besten. Immerhin haben sie sich mit 17 Siegen aus 18 Partien die Meisterschaft in der Regionsoberliga geschnappt. Und trotz dieser eindrucksvollen Bilanz konnten sich die Handballerinnen im Titelrennen zu keinem Zeitpunkt zurücklehnen. Ganz im Gegenteil.

Der 4. Mai dieses Jahres bleibt den HSG-Handballerinnen vermutlich unvergessen: Über 200 Zuschauer strömten an diesem Sonnabend in die Vilser-Halle. Sie alle waren gekommen, um den finalen Akt zwischen der HSG und dem zu diesem Zeitpunkt punktgleichen TSV Morsum II zu verfolgen. „Die Stimmung war natürlich voller Vorfreude. Ein schöneres Finale kann man sich als Handballer wohl nicht vorstellen“, meint Coach Andreas Schnichels, gesteht aber auch: „Natürlich war eine gehörige Portion Nervosität am Start.“ Flott hatten seine Schützlinge diese jedoch abgelegt und lieferten eine wahre Gala-Vorstellung ab – schlussendlich leuchtete ein deutlicher 32:23-Erfolg von der Anzeigetafel.

Was nach Abpfiff folgte: eine große Meisterschafts- und Aufstiegssause. Wie genau diese ablief? Trainer Schnichels behält die meisten Details für sich: „Das bleibt natürlich alles intern. Aber nach dem Schlusspfiff war es schon wie im Rausch. Die Halle war voll und die Begeisterung grenzenlos.“ Übrigens: Geplant oder angepeilt hatte die HSG die Meisterschaft in der abgelaufenen Saison keinesfalls. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Stephan Giese hatte Schnichels vor, das Team behutsam aufzubauen. Der Angriff auf den Titel plante er für die zweite Serie.

Warum es dann doch schon in seinem ersten Amtsjahr zum großen Wurf gereicht hat, begründet der Coach mit einer guten Vorbereitung. „Die Mannschaft hat einen Sprung nach vorne in der Abwehrarbeit gemacht und zusätzlich noch an Durchsetzungskraft im Angriff gewonnen“, erklärt Schnichels, „außerdem haben alle Spielerinnen ein riesengroßes Kämpferherz, sind handballverrückt und offen für Neues, aber auch kritisch zu sich selbst.“

Am Ende angelangt sieht er die Entwicklung seiner Mannschaft mit dem Aufstieg in die Landesklasse allerdings keinesfalls. In dem jungen Team steckt laut ihm noch einiges an Potenzial. Angedeutet hat die HSG das in der höheren Spielklasse bereits. Nach zehn Spieltagen belegt sie den fünften Rang und hat in den Duellen mit den Spitzenteams der Liga durchaus überzeugt. „An der Körperlichkeit, am Spielverständnis, an der Wahrnehmung und der daraus folgenden Entscheidung muss zukünftig aber gearbeitet werden“, betont Schnichels.

Langfristig könnte das Ziel dann durchaus Landesliga lauten, wenngleich dafür alle Rädchen ineinandergreifen müssten. Punktuell benötigt es dafür laut des Coaches noch Verstärkungen, gleichzeitig dürfte keine Spielerin den Verein verlassen. Schnichels: „Aber all das ist Zukunftsmusik. Für diese Spielzeit wünsche ich mir einfach, dass wir keine Probleme mit dem Abstieg bekommen und vielleicht für die eine oder andere Überraschung sorgen können.“

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