Startnummer 28

SG Brinkum-Barßel-Friedrichsfehn (Leichtathletik)

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Gewannen den DM-Team-Titel in der AK W 30/35 (v.l.): Corinna Sandfort, Yasmin Homeyer (Brinkum), Jennifer Witte (Brinkum), Silke Nowotny (Brinkum), Svenja Siemer (Brinkum), Rieke Stieglitz und Mareike Witte von der Leichtathletik-Startgemeinschaft Brinkum-Barßel-Friedrichsfehn.

Sie reisten als Außenseiter nach München und kehrten als neuer Deutscher Meister zurück in die Heimat: Die Leichtathletinnen der Startgemeinschaft Brinkum-Barßel-Friedrichsfehn heimsten den Team-Titel in der Altersklasse W30/35 ein.

Und damit nicht genug: Mit ihren 7232 gesammelten Punkten haben sie womöglich auch einen neuen Meisterschaftsrekord aufgestellt. „Das wird gerade noch geprüft, aber bislang wurde kein besseres Resultat gefunden“, berichtet Yasmin Homeyer.

Selbst wenn es aber doch kein Meisterschaftsrekord sein sollte: Was die sieben Athletinnen um die Brinkumerinnen Jennifer Witte, Silke Nowotny, Svenja Siemer und Homeyer in München abgeliefert haben, ist mehr als beachtlich. „Jede von uns hat zumindest eine neue Saisonbestleistung aufgestellt“, sagt Homeyer. Gerechnet habe die Mannschaft mit dem Titelgewinn auf gar keinen Fall. Immerhin starteten in München über 50 Teams, darunter einige aus diversen Großstädten. Homeyer: „Die haben eine viel größere Auswahl als wir Dorfverein. Wir haben uns als Außenseiter gesehen.“

Trotzdem meldete die Startgemeinschaft früh im Wettbewerb ihre Titelambitionen an. Nachdem Witte in der Startdisziplin Hochsprung mit 1,45 Metern die ersten Zähler für die SG notiert hatte, legten Homeyer und Co. stark nach. „Das war unglaublich toll, unser bester Wettkampf“, sagt die Brinkumerin und ergänzt: „Geholfen hat uns sicherlich, dass wir Fans dabei hatten, die uns angefeuert haben.“ Besonders laut machten sich die Unterstützer dann bei der finalen Disziplin – dem Staffellauf – bemerkbar.

Von Platz zwei aus starteten die Athletinnen in diesen entscheidenden Wettbewerb, der ihr großes Meisterstück werden sollte. Auf der Strecke hängten sie ihre Konkurrentinnen eindrucksvoll ab und erreichten das Ziel mit vier Sekunden Vorsprung. „Das ist schon gewaltig. Ich weiß gar nicht, wie sie das hinbekommen hat“, schwärmt Homeyer von der titelbringenden Leistung, „wir hatten uns schon vorher vorgenommen, danach auf das Oktoberfest zu gehen. Aber nicht als Deutscher Meister.“ Übrigens bescherte die Staffel der SG mit ihrer Zeit nicht nur den Titel, sondern knackte zusätzlich noch den Landesrekord.

All die beachtlichen Team- und Einzelerfolge in München wären dabei ohne den Zusammenschluss der drei Vereine in diesem Jahr zweifelsohne nie zustande gekommen. Eigenständig könnte jedenfalls kein Club eine Mannschaft in dieser Altersklasse stellen. „Viele machen dann leider keinen Sport mehr. Und da wir uns privat schon alle untereinander kannten, dachten wir, dass wir zusammen eine Chance haben“, berichtet Homeyer. Offensichtlich die genau richtige Entscheidung.

Dass die Startgemeinschaft nun fortgeführt wird, überrascht angesichts des erfolgreichen Premierenjahrs daher wohl niemanden. Homeyer: „Wir sind eine coole Truppe und werden wieder antreten. Tatsächlich bekommen wir auch Zuwachs und würden uns über weitere Sportlerinnen freuen.“ Somit bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: Wie lautet das Ziel für das neue Jahr? Etwa Titelverteidigung? Lachend antwortet Homeyer: „So salopp haben wir das auch schon formuliert. Aber erst mal wollen wir uns wieder qualifizieren, das wäre eine tolle Sache.“

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