Startnummer 22

Bendix Schröder (Tennis)

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Hochkonzentriert bleiben und „negative Emotionen komplett abstellen“ – das ist Bendix Schröders Ziel auf dem Platz.

Für Bendix Schröder war die vergangene Saison eine ganz neue Erfahrung. Nicht, was seinen Sport betrifft, der 16-Jährige vom Barrier TC ist nach wie vor ein absolutes Tennis-Top-Talent. Aber in 2019 hat er den nächsten Schritt gewagt, Turniere zum Großteil im Herren-Bereich und nur noch sporadisch in der Jugend gespielt.

Dementsprechend musste er sich an ein höheres Niveau gewöhnen, deutlich mehr Niederlagen einstecken als in den Jahren zuvor – und dennoch (oder gerade deswegen) hat er sich „verbessert“ und „weiterentwickelt“, ist mit seiner Saison „zufrieden. Auf einer Skala von eins bis zehn irgendwo zwischen acht und neun.“

Zwar gewann Schröder insgesamt nicht so viele Matches. Aber für die Siege, die er feiern durfte, sammelte er (entsprechend der höher dotierten Turniere) eben dennoch viele Punkte – und verbesserte sich in der deutschen U 16-Rangliste auf Platz 19 („Vor der Saison war mein Ziel die Top 20“) sowie bei den Herren auf Rang 399.

„Ich habe ein paar Siege gegen richtig gute Spieler geholt, es war aber nichts Überragendes dabei“, sagt Schröder bescheiden über seine Turniersaison. Das große Highlight gab es für ihn allerdings auch in einem anderen Bereich: die Niedersachsen-Bremen-Meisterschaft mit Barriens U 18, bei der Schröder als Mannschaftsführer und Nummer eins jedes Einzel gewann. Außerdem triumphierte er bei der niedersächsischen U 16-Meisterschaft, wurde Dritter bei den Herren-Regionsmeisterschaften beim TV Süd, nahm im Winter an der norddeutschen Meisterschaft der Herren und der Deutschen U 16-Meisterschaft in Essen teil – und bekam es mit Osman Torski, der deutschen Nummer eins der U 18, zu tun. „Ich habe gut gespielt, das war ein cooles Match. Leider habe ich im ersten Satz aber unglücklich meinen Aufschlag abgegeben und knapp verloren“, blickt Schröder zurück.

Doch die blanken Ergebnisse hatten für ihn ohnehin nicht so viel Wert. „Es ist mir gar nicht so wichtig, komplette Turniere zu gewinnen“, sagt er. Stattdessen achtet Schröder lieber auf seine Entwicklung auf dem Platz – und damit ist er sehr zufrieden: „Ich bin in den Matches ruhiger geworden, habe versucht, negative Emotionen komplett abzustellen. Ich kann mich mittlerweile besser zusammenreißen, dadurch habe ich zum Beispiel mehr Tiebreaks gewonnen. Die Einstellung ist einfach besser geworden“, erklärt der Elftklässler, der probiert, die Schule trotz seines vollen (Tennis-)Terminkalenders „noch ein bisschen ernster zu nehmen. Es ist sehr anstregend gerade, und ich bin froh, wenn ich in zweieinhalb Jahren fertig bin.“

In den Weihnachtsferien kann er mal wieder ein bisschen abschalten, im Zehn-Tage-Urlaub bei der Großmutter in Schweden den Kopf freibekommen. Doch selbst dann wird ihm wohl wieder die optimale Vorbereitung auf die kommenden Spiele im Kopf herumschwirren. „Es wird wahrscheinlich so eine Art Fitness-Urlaub“, sagt der Barrier grinsend. Schließlich erreichen sich die erneut hohen Ziele ja nicht von selbst. „Ich will auf jeden Fall mehr gewinnen als letztes Jahr“, macht das Top-Talent eine Ansage. Sein Kalender ist dann ähnlich strukturiert wie 2019. Eine neue Erfahrung wird es für ihn dadurch nicht mehr sein.

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