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Antonia Volland (Judo)

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Ohne Fleiß kein Preis: Mindestens viermal die Woche trainiert Judoka Antonia Volland.

Antonia Volland versteht es bestens, andere aufs Kreuz zu legen. Nein, bei der 18-Jährigen handelt es sich um keine Trickbetrügerin. Vielmehr zählt sie zu den größten Judo-Nachwuchshoffnungen im norddeutschen Raum.

Eigentlich auch kein Wunder, da ihre Mutter ebenfalls den braunen Gürtel besitzt (darüber kommt nur noch schwarz) und Antonia bereits mit fünf Jahren in die Halle des JSC Weyhe mitnahm. „Ich hatte also gar keine andere Wahl, als Judoka zu werden“, sagt die angehende Abiturientin mit einem Schmunzeln: „Aber das ist auch gut so. Bei Ballsportarten bin ich völlig talentfrei.“

Im Gegensatz zum Judosport: Unter der fachkundigen Anleitung von Trainer Claus Dierks, der sie auch heute noch coacht, entwickelte sich Volland schnell zu einem echten Rohdiamanten. Mit acht Jahren nahm Volland an ihrem ersten Turnier teil und qualifizierte sich mit 13 Lenzen erstmals für die Landesmeisterschaft. Der Beginn einer Karriere, die in der Folge noch deutlich an Fahrt aufnahm. Mittlerweile gilt Volland in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm als eine der stärksten Kämpferinnen in ganz Norddeutschland und drehte 2019 endgültig am ganz großen Rad.

In der U21-Konkurrenz schnappte sich die Zwölftklässlerin den Bremer Landesmeistertitel und erkämpfte sich dank eines bärenstarken dritten Rangs bei der Norddeutschen Meisterschaft sogar das Ticket zur Deutschen Meisterschaft. Und auch hier ließ sich die Weyherin keineswegs abkochen. Durch einen souveränen Auftakterfolg qualifizierte sie sich für das Hauptfeld, wo erst die spätere deutsche Vizemeisterin den Siegeszug von Volland stoppte. Trotzdem natürlich eine tolle Erfahrung für die 18-Jährige: „Das war schon cool, mich mit dem besten Nachwuchs-Judoka in ganz Deutschland messen zu können. Für die Premiere lief es wirklich gut.“

Und auch bei den Erwachsenen trumpfte sie als „Küken“ in beeindruckender Manier auf. So triumphierte die begeisterte Standardtänzerin beim Grafenturnier in Diepholz, beim Teufelsturnier in Visbek sowie bei den Bremen Open und wurde beim Tiger-Cup gute Zweite.

Allesamt stolze Erfolge, die von der Schülerin indes noch locker in den Schatten gestellt wurden. Schon die Goldmedaille bei den Bremer Landesmeisterschaften der Frauen ließ aufhorchen, und auch Silber beim DJB-Ranglistenturnier in Bottrop galt als echter Coup, doch ihr Meisterstück lieferte Volland bei der Norddeutschen Meisterschaft ab. Im Kampf um Bronze traf die Kämpferin des JSC Weyhe auf die favorisierte Stienecke Böhmer vom Rellinger TV und düpierte diese durch einen gekonnten Schulterwurf. Lohn dieser Galavorstellung war das Billet zur Deutschen Meisterschaft 2020. Ende Januar darf sich Volland somit dann tatsächlich gegen die „Großkopferten“ des deutschen Judosports beweisen – was für eine rasante Entwicklung. Die von der sympathischen Gymnasiastin vor allem auf „viel Training“ zurückzuführen ist: „Viermal die Woche stehe ich in der Halle und einmal im Monat hole ich mir zudem beim Olympia-Stützpunkt in Hannover den letzten Schliff.“ Getreu dem Motto: Ohne Fleiß kein Preis.

Trotz ihres Höhenflugs verschwendet Volland jedoch keine Gedanken an die ganz große Karriere: „Ich sehe mich auch in der Zukunft nicht bei Olympischen Spielen. Judo bleibt für mich ein tolles Hobby.“ Aber eines, wo sie noch für viel Furore sorgen dürfte.

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