Verein zieht jetzt vor das Verbandsgericht

Einspruch abgeschmettert

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Brinkums Jannik Bender (weißes Trikot) im Spiel gegen den Bremer SV. Ob es zu diesem Duell in der anstehenden Bremen-Liga-Saison kommt, ist ungewisser denn je.

Brinkum - Nächster Tiefschlag: Das Bremer Sportgericht hat heute den Einspruch des Brinkumer SV gegen die verweigerte Lizenz für die Saison 2015/2016 in der Fußball-Bremen-Liga abgewiesen. „Wir sind natürlich alle enttäuscht, lassen das aber jetzt nochmal alles prüfen“, sagte Brinkums Manager Frank Kunzendorf.

Der Bremer Fußball-Verband (BFV) hatte dem Verein am 21. Juli mitgeteilt, dass dieser keine Zulassung für die höchste Bremer Spielklasse bekommt, weil der Vizemeister gegen den Paragrafen sechs der Spielordnung verstoßen habe (wir berichteten).

Dort ist festgelegt, dass ein Verein nur zum Pflichtspielbetrieb der Bremen-Liga zugelassen wird, wenn mindestens eine „weitere Herrenmanschaft“ die abgelaufene Saison beendet habe. „Herrenmannschaft“ – um diese Definition ging es. Die Brinkumer führten an, mit einer Altherrenmannschaft die Saison beendet zu haben. Doch das Sportgericht begründet, dass „entgegen der Auffassung des Vereins die Altherrenmannschaft (Ü32) keine Herrenmannschaft im Sinne des § 6 Abs. 2 Spielordnung darstellt“. Im betreffenden Absatz sei ausdrücklich der Begriff „Herrenmannschaft“ und nicht „Seniorenmannschaft“ gewählt worden.

Was allerdings stutzig macht: Am Anfang des Paragraphen firmiert sowohl die Bremen-Liga als auch Alt-Herren-Ligen unter dem Oberbegriff „Seniorenklassen“. Nicht nur deshalb sagte Kunzendorf gestern, dass „es für uns Widersprüche in der Urteilsbegründung gibt. Auf viele Gründe unseres Einspruchs wurde gar nicht eingegangen.“

Der Brinkumer SV hatte außerdem damit argumentiert, dass die Saison 2015/2016 formal bereits am 1. Juli begonnen habe. Insofern hätte der Verwaltungsentscheid des Verbandsspielausschusses höchstens die Zulassung wieder entziehen können. Das Sportgericht erwiderte im Urteil, dass „eine Frist, wann die Zulassungsprüfung zu erfolgen hat, nicht festgelegt ist“.

Der Brinkumer SV hat ab jetzt zwei Wochen Zeit, vor dem Bremer Verbandssportgericht Berufung einzulegen – und wird dies auch machen. „Wir nehmen uns jetzt Zeit, haben aber von vornherein gesagt, dass wir in Berufung gehen, wenn wir in erster Instanz scheitern“, sagte Kunzendorf, der sich auch die Möglichkeit offen lässt, vor ein „ordentliches Gericht“ zu ziehen.

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