Gastgeber ohne Meyer

Spitzenspiel: HSG Barnstorf/Diepholz mit Torhüter Biras nach Edewecht

Bot zuletzt gegen den ATSV Habenhausen II im halbrechten Rückraum eine ordentliche Leistung: Arunas Srederis (M.) von der HSG Barnstorf/Diepholz. Der Litauer steuerte zum 35:23-Heimerfolg über das Schlusslicht sieben Tore bei. Diese Leistung muss er nun bestätigen.

Edewecht - Von Matthias Borchardt. Spitzenspiel in der Handball-Oberliga: Der Tabellenzweite HSG Barnstorf/Diepholz (20:6 Punkte) stellt sich morgen um 20 Uhr beim Verfolger VfL Edewecht (18:6 Zähler) vor.

Edewechts Ex-Barnstorfer Tobias Meyer rechnet mit einer umkämpften Partie: „Im Normalfall sollte das Spiel um Platz zwei sehr eng sein, sodass ich eher Spannung und eine gewisse Härte als ein ästhetisches Spiel erwarte.“

Der 27-Jährige hatte sich schon „lange auf das Spiel gefreut“, muss beim Wiedersehen verletzungsbedingt aber passen: „Ich habe mir in der jüngsten Begegnung bei der SG HC Bremen/Hastedt im linken Fuß zwei Außenbänder gerissen und das Innenband angerissen, sodass ich das Spiel am Freitag nur abseits des Feldes verfolgen kann. 

Es ist immer schön, die Leute wieder zu treffen, mit denen ich so viel Zeit verbracht habe. Kontakt zu den alten Mitspielern oder Trainern gibt’s ab und zu.“

Zahlreiche Ausfälle zu verkraften

Die Gäste müssen weiterhin ohne Torjäger Kamil Chylinski (Schulterverletzung), Martin Golenia (Kreuzbandriss im Knie) und Tomas Lenkevicius (Außenbandanriss im Knie) auskommen. HSG-Allrounder Bastian Carsten-Frerichs sieht das als eine Schwächung: „Uns fehlt vorne natürlich unser bester Schütze und hinten mit Tomas der absolute Abwehrchef. Ob wir das gegen Edewecht kompensieren können, bleibt abzuwarten. 

Wir freuen uns auf das Spiel, auch wenn wir personell nicht optimal aufgestellt sind. Umso mehr können jetzt andere Spieler wie Arunas Srederis und Stefan Beljic ihr Können zeigen.“ Und wie sind die Chancen? „Damit wir die beiden Punkte entführen können, müssen wir alle einen Sahnetag haben und die Torhüter Bälle abwehren, die sie sonst nicht halten. Ich denke, unsere Einstellung auf so ein Spitzenspiel wird kein Problem sein, aber auch nicht für die Edewechter“, sagt der 29-jährige Außenangreifer.

„Das wird eine schwierige Aufgabe. Wir müssen hellwach sein, den Kampf und die Aggressivität annehmen. Edewecht hat den Heimvorteil und wird heiß sein“, unterstreicht Barnstorfs Trainer Dag Rieken. Er ist froh, dass er wieder auf den zuletzt fehlenden Torhüter Donatas Biras (weilte aus familiären Gründen in Litauen) zurückgreifen kann. Ob Torwart Jakob Kasperlik (mit dem rechten Fuß umgeknickt) zum Aufgebot gehört, entscheidet sich jedoch erst kurzfristig. Eine zwölfwöchige Pause bekam Abwehr-Ass Tomas Lenkevicius vom Arzt verpasst. Der 39-Jährige hat im rechten Knie einen Außenbandanriss und trägt mittlerweile eine Schiene.

Edewecht laut Rieken sehr stabil

Rieken lobt den Gegner: „Edewecht ist in seinen Leistungen sehr stabil und hat eine starke Mannschaft.“ Die Ammerländer schlugen als einzige Mannschaft Spitzenreiter SG VTB/Altjührden mit 27:24. Zuletzt kassierten sie aber bei der SG HC Bremen/Hastedt ihre dritte Saisonniederlage (26:28). Im starken Linkshänder Renke Bitter (bislang 40 Tore erzielt) fehlte allerdings ein Leistungsträger. 

Gefahr droht den Barnstorfern vor allem von Mittelmann Louis Kamp (50/5), Allrounder Thore Linda (38/12) und Kreisläufer Kai Schildknecht (34). Auch Rückraumakteur Thio Remmers und Schlussmann Finn-Luca Schwagereit verstehen ihr Handwerk.

„Wir müssen vorn kühlen Kopf bewahren, technische Fehler vermeiden und in der Deckung stabil stehen“, fordert Rieken. Der 48-Jährige hofft auf viele Tore von Stefan Beljic, der Kamil Chylinski im halblinken Rückraum ersetzt: „Wir brauchen ihn. Er hat gezeigt, was er kann.“ So warf der Serbe bei den jüngsten Heimerfolgen über die SG Achim/Baden (34:33) und Schlusslicht ATSV Habenhausen II (35:23) insgesamt 17 „Buden“. Auch Linkshänder Arunas Srederis, der gegen den ATSV Habenhausen II siebenmal traf, wusste zuletzt genauso zu überzeugen wie Kevin Heemann.

Vor allem in der Abwehr ist der Tabellenzweite ohne seine Stützen Golenia und Lenkevicius gefordert. „Wir müssen kompakt im Innenblock stehen“, weiß Rieken.

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