Spitzenduell der Bremen-Liga ist Generalprobe für das Pokal-Finale

Offermanns Horror-Vision: Bremer SV feiert in Brinkum

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Im Prestigeduell will Trainer Dennis Offermann mit dem Brinkumer SV dem designierten Meister Bremer SV einen „heißen Fight“ liefern.

Brinkum - Von Arne Flügge. Ist es ein Spitzenspiel ohne Wert oder am Ende doch ein wertvolles Spitzenspiel? Noch drei Spieltage sind in der Fußball-Bremen-Liga zu absolvieren. Und wenn der Vizemeister Brinkumer SV (65 Punkte/105:25 Tore) am Sonntag (14.00 Uhr) den Tabellenführer Bremer SV (73 Punkte/107:17 Tore) empfängt, besteht für die Gastgeber sogar noch eine theoretische Minimalchance auf die Meisterschaft. Doch das scheint bei der Konstellation eine „Mission impossible“. Das weiß auch Brinkums scheidender Trainer Dennis Offermann: „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Die Würfel im Titelrennen sind gefallen.“

Für Offermann ist die Partie daher eher ein Prestigeduell als ein Spitzenspiel. „Es treffen die beiden dominierenden Mannschaften aufeinander, von denen eine noch dominanter war als die andere. Das muss man eingestehen“, sagt der Coach. Gleichwohl wollen die Brinkumer dem Gegner einen „großen Fight liefern“. Denn eines wollen die Hausherren vermeiden: Dass der Bremer SV in Brinkum Meister wird. „Ich gönne ihnen den Titel. Den sollen sie aber bitteschön nicht bei uns holen“, meint Offermann.

Abschenken werden die Brinkumer das Saisonfinale also nicht. Es besteht auch kein Grund, jetzt die Füße hochzulegen. Spannung und Konzentration müssen hochgehalten werden. Schließlich steht am 25. Mai noch das Landespokalfinale an. Gegner: der Bremer SV! Der setzte sich gestern Abend im zweiten Halbfinale mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen den Blumenthaler SV durch. „Allein im Hinblick auf das Finale wollen wir uns schon am Sonntag bestmöglich verkaufen. Wir wollen den Bremer SV ärgern, wir wollen, dass er an seine Grenzen gehen muss. Und für uns ist es eine gute Möglichkeit zu sehen, wie stark wir sind und welche Defizite wir noch haben“, sagt Offermann.

Es wird also am Sonntag nicht taktiert? „Nein“, kündigt der Brinkumer Trainer an, „das ist nicht unser Stil. Wir wollen uns so präsentieren, wie wir es können, um uns fürs Finale fitzumachen. Wir gehen in das Spiel, wie in jedes andere auch.“ Schließlich würden sich beide Mannschaften in- und auswendig kennen. „Und da macht es überhaupt keinen Sinn, irgendjemandem etwas vorzugaukeln. Wir wollen das forcieren, was uns in der Saison stark gemacht hat.“

Schließlich bedarf es einer starken und eingespielten Mannschaft, will man das Pokalfinale am 25. Mai gewinnen. Offermann (wechselt zum niedersächsischen Oberligisten TB Uphusen) würde sich dann mit einer DFB-Pokal-Teilnahme – der ersten in der Vereinsgeschichte – aus Brinkum verabschieden. Ein persönlicher Traum? „Natürlich“, sagt er, „es wäre der bestmögliche Ausgang. Doch es geht hier nicht um mich, sondern um die Mannschaft und den Verein. Das wäre ein absolutes Highlight. Der Verein könnte mit einer großen Summe planen, und die Jungs würden sich für eine super Saison belohnen.“

Doch erst einmal gilt es, den Bremer SV in der Liga an seine Grenzen zu schicken. Dabei geht es weniger darum, das letzte Fünkchen Hoffnung auf die „Mission impossible“ am Leben zu halten, als vielmehr darum, eine große Portion Selbstvertrauen zu tanken, zu zeigen, dass die Mannschaft in der Lage ist, dem Bremer SV sportlich weh zu tun. Dann nämlich wird aus dem Spitzenspiel ohne Wert am Ende doch noch ein wertvolles Spitzenspiel.

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