Saisonplanung in Corona-Zeiten: Bundesligist 1. SC Diepholz setzt auf Solidarität und Unterstützung

Spitzen-Squasher vor ungewisser Zukunft

Unter Zugzwang: Die Diepholzer Squasher um Spielertrainer Dennis Jensen haben nur noch wenige Tage Zeit, um ihre Meldung für die neue Bundesliga-Saison einzureichen. Foto: wes

Diepholz – Fast alle Sportligen Deutschlands sind unterbrochen oder bereits gecancelt. Insofern sind die Squasher des 1. SC Diepholz noch gut davongekommen. Bereits vor der Corona-Pandemie hatte die Bundesliga ihren letzten regulären Saisonspieltag. Die Diepholzer schlossen die Spielzeit mit einem fünften Rang in der Bundesliga-Nord ab und gehörten damit zu den zehn besten Teams in Deutschland. Damit enden jedoch zunächst die guten Nachrichten.

Wie Spielertrainer Dennis Jensen betont, stehe der 1. SCD vor einer „Herkulesaufgabe“. Die Deutsche Squash Liga bleibe bei ihren Statuten, wonach die Meldung für die neue Bundesliga-Saison bis zum 9. April zu erfolgen hat. „Wir haben bereits um Fristverlängerung gebeten, sind dabei aber auf taube Ohren gestoßen“, berichtet Jensen. Die Saison zum jetzigen Zeitpunkt seriös zu planen, sei jedoch mehr als schwierig, betont der 44-Jährige. Dennoch: Aufgeben sei keine Option. Jensen und die anderen Verantwortlichen des 1. SCD wollen anpacken und hoffen dabei auch auf Unterstützung. Die Rahmenbedingungen sind klar. So wird mit der Anmeldung eine Gebühr von 2 000 Euro fällig, zudem seien weitere Bürgschaften für den Bundesliga-Spielbetrieb zu leisten.

Profispieler ohne Einnahmequelle

„In dieser für alle schwierigen Zeit, wo keiner genau weiß, wann und wie sie enden wird, tut jeder Zuspruch gut“, meint Jensen. Es werde jedoch eine Zeit nach der Krise geben: „Und dann wollen wir weiterhin unseren Sport mit Leidenschaft ausführen und Diepholz in der Bundesliga vertreten.“

Um die Grundlagen dafür zu schaffen, befindet sich Jensen in zahlreichen Gespräche mit Gönnern und Freunden, aber auch mit seinen Spielern. „Die Jungs sind natürlich auch alle verunsichert“, stellt Jensen klar: „Unsere Profispieler haben zur Zeit gar keine Einnahmequelle, da alle Wettkämpfe bis auf Weiteres ruhen.“

Auch deshalb sei der 1. SCD nun gefragt, um schnellstmöglich eine Lösung für die kommende Saison zu finden. Denn eine Meldung für die neue Spielzeit würde einigen Spitzenakteuren zumindest ein Stückchen Sicherheit geben. Wie Jensen betonte, seien auch alle Spieler bereit, finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen: „Alle hoffen, dass es irgendwie mit Spitzensport in Diepholz weitergeht.“

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