Horst Wittmershaus gewinnt dennoch winterlichen Stuhrer Silvesterlauf / Immerhin 450 Teilnehmer

„Spikes? Ich hab’ gar keine“

Einmal mehr sah Oliver Sebrantke (r.) nur die Hacken von Langdistanz-Sieger und Trainingspartner Horst Wittmershaus.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannFAHRENHORST · Wieder einmal war er der Chef im Fahrenhorster Badenholz. Horst Wittmershaus, „hauptberuflich“ eigentlich Triathlet des SC Weyhe, gewann über 13,5 Kilometer in 49:30 Minuten nicht nur den mittlerweile schon 33. Silvesterlauf des LC Hansa Stuhr (der drittälteste dieser Art in Niedersachsen) – nein, der 41-jährige Ausdauerathlet sicherte sich auch überlegen die Gesamtwertung um den Hansa-Cup (13,5-km-Serie aus Geestlauf, Hansa-Cross und Silvesterlauf). Bei den Frauen ging diese Auszeichnung erneut an Lokalmatadorin Birgit Niemann-Scheffel, der hinter Silvesterlauf-Siegerin Andrea Meiszies (TSV Völkersen) ein siebter Platz langte.

Der Wintereinbruch am Mittwoch und Donnerstag mit Schneefall und Minusgraden spielte den Hansa-Organisatoren nicht gerade in die Karten. Dass sich dennoch exakt 450 Läufer/innen an den Start begaben, dürfen die Stuhrer als Erfolg verbuchen. „Zumal die Konkurrenz im Umfeld nicht schläft, denn in diesem Jahr gab es in Bremen an der Waterfront auch einen Silvesterlauf“, bemerkte Hansa-Chef Berthold Buchwald, der aufgrund des Wetters und der damit verbundenen schwierigen Streckenverhältnisse nie an eine Absage des Rennens gedacht hatte: „Auf keinen Fall. Vor Jahren haben wir mal ein Rennen bei minus 25 Grad gestrichen, weil das für die Atemwege der Athleten unzumutbar war.“

Zunächst wurden die 4,5- und 9,5-Kilometer-Starter auf die Reise geschickt. Bei den Männern wurden diese Strecken zur sicheren Beute von Geronimo von Wartburg (LG Kreis Verden/15:05 Minuten) und Torsten Naue (LG Bremen-Nord/33:57). Der 21-jährige von Wartburg, derzeit Student in Leipzig, absolviert gerade ein Trainingslager in Verden und sah das Rennen als willkommene Abwechselung an: „Das hat richtig Spaß gemacht. Aber ohne Spikes wäre es kaum gegangen.“

Von wegen. Horst Wittmershaus (SC Weyhe), zweifellos eines der Aushängeschilder in Sachen Leichtathletik und Triathlon des Kreises Diepholz in den letzten Jahren, verzichtete auf die haltbringenden Schuhe mit den spitzen Nägeln. Seine Begründung fiel kurz und knapp aus: „Spikes? Ich hab’ gar keine.“ Na ja, wenn’s auch so geht. Oliver Sebrantke, „hauptberuflich“ Marathonläufer, musste seinen Trainingspartner einmal mehr ziehen lassen und belegte bei Schneetreiben über die 13,5-km-Distanz mit fast zwei Minuten Rückstand den zweiten Platz. Sebrantke steckte die Niederlage aber locker weg: „Spaß hat’s dennoch gemacht. Vielleicht gibt’s bei einem Marathon ja bald mal eine Revanche.“ Wittmershaus jedenfalls lobte seinen Dauer-Konkurrenten: „Schon stark, dass sich

nVorentscheidung

nbei Kilometer zwei

Oliver immer wieder dem Vergleich mit den Spezialisten aussetzt und ja nicht schlecht dabei aussieht.“ Und wie steht’s mit der Revanche über gut 42 Kilometer? „Vielleicht klappt das ja beim Hannover-Marathon. Ach nein, geht nicht. Da habe ich Freunden versprochen, dass ich sie unterstütze, damit sie unter drei Stunden laufen“, sagt Wittmershaus, der in Fahrenhorst schon nach gut zwei Kilometern auf und davon lief: „Da war Olli schon weit weg. Danach bin ich eher kontrolliert gelaufen, um auf der matschigen Strecke nichts zu riskieren.“ Was für eine Zeit wäre da erst mit Spikes rausgesprungen . . .?

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