Kleiner Mann ganz groß

Spieler des Wochenendes: Nils Unger vom Bezirksligisten TSV Wetschen

Am Sonntag bestreitet Nils Unger sein letztes Pflichtspiel für den TSV Wetschen. Foto: ck

Gerade einmal 1,65 Meter misst Nils Unger. Doch der Spielmacher des Fußball-Bezirksligisten TSV Wetschen gehört beim Tabellenvierten zu den ganz Großen. In sechs Spielzeiten gab der 32-jährige Filigrantechniker immer sein letztes Hemd für die Gelb-Blauen. Doch nach dieser Saison macht die Nummer zehn in Wetschen Schluss. „Die Entscheidung stand schon länger fest“, betont Unger: „Eigentlich wollte ich schon vergangene Serie in Wetschen aufhören, habe mich aber noch mal dafür entschieden, eine Spielzeit dranzuhängen.“

Wetschen - Am Sonntag folgt nun sein allerletztes Spiel im TSV-Trikot, ehe er sich in der kommenden Spielzeit seinem Heimatverein TSV Brockum aus der 1. Kreisklasse anschließt. Doch beim TuS Kirchdorf (Anpfiff um 15.00 Uhr) will Unger noch einmal aufdrehen. Und danach groß feiern. „Wir treffen uns nach der Partie bei unserem Mitspieler Ruwen Schilling zum grillen, dann gebe ich für die Mannschaft einen aus. Ich bin mir sicher, dass es ein schöner Saisonausklang werden wird“, meint Unger, der am vergangenen Samstag Wetschen im Alleingang zum 2:1-Sieg über die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst geschossen hatte.

„Das hat mich ganz besonders für Nils gefreut“, strahlt sein Trainer Thomas Otte: „Einen schöneren Abschluss für sein letztes Heimspiel hätte er sich nicht träumen lassen können.“

Doch nun ist die Zeit gekommen, um einen neuen Lebensabschnitt zu bestreiten. „Mir ist der Aufwand einfach zu viel geworden. Ich habe mittlerweile in Hüde ein Haus gebaut und mit Linn (4) und Lara (2) zwei kleine Kinder. Hinzu kommt, dass ich in meinem Beruf sehr eingespannt bin“, erklärt der kaufmännische Angestellte: „Familie und Job nehmen mich immer mehr ein, deswegen der Wechsel nach Brockum“, erklärt der Fan von Werder Bremen.

In Brockum wird er Chefcoach Paulo Albuquerque als spielender Co-Trainer unterstützen. Und der ehrgeizige Unger hat sich auch bei seinem Heimatverein, der einen Spieltag vor Saisonende den vierten Tabellenplatz belegt, einiges vorgenommen. „Da die Mannschaft im Großen und Ganzen zusammenbleibt, peilen wir für die anstehende Spielzeit ganz klar den Aufstieg an“, gibt sich Unger selbstbewusst: „Und ich denke, dass es auf jeden Fall ein realistisches Ziel ist. Die Chancen stehen alles andere als schlecht.“

Doch erst einmal wartet noch das Kirchdorf-Spiel auf den Spielmacher. „Ich hoffe, dass er auflaufen kann. Immerhin hatte er sich im Spiel gegen den TuS Lemförde eine Verletzung am Zeh zugezogen, die ihn auch schon gegen Seckenhausen beeinträchtigt hat. Sein Einsatz hängt leider am seidenen Faden“, lässt Wetschens Coach Otte durchblicken: „Ich wünsche ihm aber natürlich, dass er spielen kann. Wenn es der Fall ist, soll er die Partie auf jeden Fall genießen und Spaß haben. Und ich hätte nichts dagegen, wenn er es gegen Kirchdorf noch mal so macht wie im Seckenhausen-Spiel.“

Die Qualität dazu hat der Wirbelwind allemal. Und auch wenn das Otte-Team einen überragenden Spielmacher verliert, wird Unger nicht aus der Welt sein. „Da mir der Club sehr ans Herz gewachsen ist, werde ich auch in Zukunft an der Seitenlinie stehen und mir das ein oder andere Spiel der Jungs anschauen“, betont Unger.

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