Vom Spieler zum Trainer des TuS Sulingen – mit Meyer und Skitek an seiner Seite

Typisch Schops: Zupacken ohne langes Zögern

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Kämpfer und Vorangeher auf dem Platz, bald aber „nur noch“ Trainer – doch Maarten Schops freut sich drauf.

Sulingen - Von Cord Krüger. Zaghaft war er noch nie – jedenfalls nicht auf dem Platz. Da ging Maarten Schops in 22 Jahren als defensiver Mittelfeldspieler und Strippenzieher stets konsequent vor – zunächst in der belgischen und niederländischen 1. Liga, seit über einem Jahrzehnt im norddeutschen Leistungsfußball.

Im fremden Land hatte sich der Ex-Profi fix angepasst, sich beim BV Cloppenburg, BSV Rehden und seit eineinhalb Jahren beim TuS Sulingen etabliert. Dort stellte der Belgier jetzt mal wieder sein Talent zum schnellen Umschalten unter Beweis: Der „Sechser“ Schops wechselt im Sommer die Seiten und übernimmt den Landesligisten als Trainer. Gezögert hat er auch mit diesem Entschluss kaum.

Als vor einer Woche feststand, dass Björn Wnuck doch nicht als Coach im Sportpark landen würde, „war ich natürlich wie wir alle total überrascht“, gestand der Routinier. Kurz darauf sprach TuS-Teammanager Thorsten Neumann Schops an, als aktuell spielenden Co-Trainer der Ersten. „Uns war vorher klar, dass wir Maarten als Trainer halten wollten – wir wussten nur nicht, für welche Mannschaft“, verdeutlichte Neumann: „Bei seinem Ehrgeiz musste es ein leistungsorientiertes Team sein.“ Nun konnte er ihm die Erstvertretung anbieten, „danach gab es nur noch ein Gespräch, und Maarten sagte zu.“ Schops' Frau Miriam hatte ihm kurz zuvor die „Freigabe“ erteilt: „Das alles musste ich ja mit ihr besprechen, denn der Aufwand nimmt zu“, weiß der künftige Coach: „Bisher reicht es, wenn ich zum Training und zu den Spielen komme, doch bald muss ich jede Einheit vorbereiten. Aber meine Frau unterstützt meinen Wunsch.“

Das freute ihn – und Neumann: „Für uns ist das die perfekte Lösung“, atmet der Teamkoordinator durch. Mit Schops' Bedingungen konnte der TuS-Teamchef bestens leben: Manuel Meyer und Piotr Skitek werden seine Assistenten. „Ich wollte sie im Trainerteam mit Bernd Meyer als Torwarttrainer haben, weil ich ihnen zu 100 Prozent vertrauen kann und sie im Verein angesehen sind“, erläutert Schops. Doch nur sein Schwager Meyer kommt noch als spielender Co-Trainer infrage: Skitek kann allenfalls unter Schmerzen auflaufen, half zuletzt notgedrungen in der Zweiten aus. Und Schops selbst? Der sagt mit der ihm eigenen Konsequenz: „Nur noch die beiden Spiele dieser Saison, dann höre ich definitiv auf. Man kann sich nur auf eine Sache voll konzentrieren.“

Zweifellos hätte er sonst trotz seiner 39 Lenze weiter zu den Leistungsträgern der Landesliga gezählt – wie vor zwei Jahren nach seinem Rücktritt aus der Ersten des BSV Rehden als ältester Regionalliga-Feldspieler. Mit 26 Einsätzen über die volle Distanz. Das ergab zusammen 110 Spiele in vier Rehdener Jahren, sogar 125 in Ober- und Regionalliga waren es in vier Serien mit Cloppenburg. Verletzungen? Fehlanzeige. „Stimmt, da habe ich Glück gehabt“, meint Schops, räumt aber ein, dass dieses Phänomen nicht nur durch Fortune erklärbar ist: „Ich habe immer regelmäßig etwas dafür getan, war immer beim Training, habe aber auch in den Sommer- und Winterpausen so weitergemacht.“

Au weia, das klingt nach reichlich Arbeit für seine Schützlinge. „Nein“, wiegelt Schops ab, „die Zeiten haben sich geändert. Studium und Beruf gehen vor, besonders bei den jungen Leuten. Aber alle müssen wissen, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können. Und wir wollen den guten Weg mit Sulingen fortsetzen.“

Dafür kann der C-Lizenz-Inhaber auf Erfahrungen mit unzähligen Trainern im Laufe seiner Karriere zurückgreifen. „Ich fand es immer interessant – mit jedem. Von allen habe ich etwas gelernt. Auch, wie ich es irgendwann selbst als Trainer machen würde – oder nicht.“ Vieles wird Schops erstmal so machen wie sein jetziger Chef Walter Brinkmann: „Wir verstehen uns super, er hat hier Erfolg gehabt, und ich sehe keinen Grund, nicht an diesem Gerüst festzuhalten.“ Der Belgier ist sicher, „dass ich Walter immer anrufen kann, wenn ich mal einen Tipp über den Gegner oder sonst einen Rat brauche.“ Vorher will er ihm aber einen „Abschied bescheren, den er verdient hat“ – und seine letzten beiden Spiele als Aktiver gewinnen.

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