Trainer fordert Eigenverantwortung und kündigt Umstellungen an

„Herr Brinkmann, was ist los in Brinkum?“

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Nachdenklich: Nach den jüngsten Niederlagen kündigt Brinkums Trainer Walter Brinkmann neue Wege an, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Brinkum - Von Arne Flügge. Drei bittere Rückschläge in Folge – der Brinkumer SV ist in der Fußball-Bremen-Liga in Schieflage geraten. Drei Siegen zum Saisonauftakt folgten nun zwei Pleiten in der Liga und das unnötige Pokal-Aus. Die Saison könnte schon früh gelaufen sein. Ein Umstand, der Trainer Walter Brinkmann so gar nicht passt. Vor dem Heimspiel am Sonntag (14.00 Uhr) gegen BTS Neustadt geht der Coach im Interview in die Analyse und kündigt in der Defensive personelle Umstellungen an.

Herr Brinkmann, was ist los in Brinkum?

Walter Brinkmann: Gute Frage. Uns fehlt von allem ein bisschen, um gegen die stärkeren Mannschaften dauerhaft bestehen zu können. Es reicht für das erste Drittel, aber nicht für ganz vorn. Dafür müssten wir mehr investieren.

Was meinen Sie genau mit mehr investieren?

Brinkmann: Es geht beispielsweise um die Fitness. Um ganz oben mitzuspielen, braucht man eine besondere Ganzkörper-Fitness. Sie ist durch drei Trainingseinheiten aber nicht allein zu bekommen. Einige Spieler müssen mehr Eigenverantwortung zeigen, selbst mehr für sich tun. Da sehe ich noch Nachholbedarf. Wer mehr will, muss auch mehr investieren. Ich habe manchmal das Gefühl, dass einige in der Mannschaft mit dem zufrieden sind, was wir haben. Oben mitzuspielen und gut. Andere Teams wie der Bremer SV oder Oberneuland schauen auf die Regionalliga und investieren dementsprechend auch mehr. Und wenn wir auch mehr wollen, müssen wir die jetzige Situation verändern. Und große Sorge macht mir auch die Defensive. Sie kränkelt. Wir kassieren einfach zu viele Tore.

Woran liegt das?

Brinkmann: Wir haben hinten häufig Probleme gegen schnelle und wendige Spieler. Dazu ist das Aufbauspiel von hinten heraus über die Verteidiger nicht effektiv genug und auch zu fehlerhaft. Wir laufen dann oft in Konter und werden dafür eiskalt bestraft. Und mir fehlt hinten jemand, der ganz klare Kommandos an die Mitspieler gibt.

Wie wollen Sie die Probleme jetzt abstellen?

Brinkmann: Wir waren zuletzt in den drei Spielen nicht erfolgreich. Das irritiert und ärgert mich. Es besteht jetzt sicher kein Grund zur Panik. Aber mit der Situation bin ich so nicht zufrieden. Und daher bin ich zu der Ansicht gekommen, dass wir etwas verändern müssen. Ich werde mir da etwas einfallen lassen.

Bedeutet das personelle Umstellungen in der Defensive?

Brinkmann: Ja, gegen Neustadt wird es zwei, drei Umstellungen auf den Positionen geben. Manchmal muss man alte Strukturen aufbrechen, um Erfolg zu haben. Was nicht bedeutet, dass ich in Brinkum jetzt alles umschmeißen will. Um aber wieder Erfolg zu haben, muss man auch mal neue Wege gehen, experimentieren und dann sehen, ob es fruchtet. Sonst treten wir auf der Stelle. Und gegen Neustadt muss unser klarer Anspruch sein, drei Punkte zu holen.

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