Spartenleiter und Trainer der Fußballer / „Wir machen den großen Schnitt“ / Hoffnung auf Kooperation mit Barrien

Uwe Behrens – der neue Boss des TuS Syke

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Uwe Behrens will den TuS Syke in ruhigeres Fahrwasser führen – ohne Geld.

Syke - Leicht hat er sich die Entscheidung nicht gemacht. Als aber „kein anderer mehr da war, der es machen wollte, habe ich zugesagt“, berichtete Uwe Behrens gestern schmunzelnd, wie er zu seiner neuen Aufgabe als Fußball-Boss des zuletzt so arg gebeutelten TuS Syke kam.

Behrens übernimmt die Sparte und das Traineramt des einstigen Vorzeige-Clubs der Stadt, der diese Saison als Kreisliga-Vorletzter abschloss.

Vielen Sportfans dürfte Uwe Behrens noch als Zeugwart des SV Werder ein Begriff sein. Vergangenes Jahr verließ er die Grün-Weißen, für die er auch Verantwortung im Jugendbereich übernahm. Mehrere Nachwuchs-Mannschaften betreute der heute 50-Jährige. Genug Background also für alle TuS-Fans, um Hoffnung aus diesem Satz zu schöpfen: „Hier wird eine gute Jugendarbeit geleistet“, urteilt Behrens. „Darauf müssen wir aufbauen.“

Bis zum Herrenalter brauchen diese Jungs aber noch ein Weilchen, genau dort liegt allerdings einiges im Argen. Das erkannte der Syker schnell, als er vor einem halben Jahr Jörn Sperlich in der Dritten unterstützte. „Da erfuhr ich viel von Sorgen und Nöten, die sich wie ein roter Faden durch alle Mannschaften im Seniorenbereich zogen.“ Am Ende mussten regelmäßig Fußballer aus den unteren Teams in der durch Abgänge und Spontan-Absagen gebeutelten Ersten aushelfen. „Es sind eben schwierige Zeiten, in denen man sich kurzfristig per Facebook vom Treffpunkt ohne Diskussion abmelden kann, so dass der Trainer dann nur mit acht Leuten dasteht“, benennt Behrens ein Problem. Auch deshalb verließen viele den Verein. Andere gingen, weil das Geld knapp wurde. „Deshalb machen wir jetzt den Schnitt“, stellt Behrens klar: „Wir wollen wieder Spaß am Fußball haben – und falls sich mal ein Förderer auftut, wird das Geld gewissenhaft und gerecht für alle genutzt.“

Das Anwerben von Akteuren mit finanziellen Anreizen sei beim TuS Syke vorbei: „Für uns macht das die Suche nach Neuzugängen nicht einfacher, aber die Leute sollen aus freien Stücken bei uns spielen.“ Zehn Zusagen habe er bereits. „Deshalb reden wir erstmal nur von künftig einer Herrenmannschaft im TuS.“

Wo sie in der neuen Saison aufläuft, steht noch nicht fest: „Eigentlich wollten wir alles auf Anfang stellen und weiter unten neu beginnen, aber jetzt tut sich angeblich doch noch eine Chance für uns in der Kreisliga auf“, sagt Behrens über die Spekulationen um den SV Dreye, der sich aus personellen Gründen vielleicht aus der Kreisliga zurückziehen wolle.

Dann wolle der TuS drin bleiben. Vorausgesetzt, es komme die Kooperation mit dem TSV Barrien zustande – der habe bisher ähnlich viele Zusagen. Ein Gespräch hinsichtlich einer Zusammenarbeit ist für morgen Abend anberaumt. „Die Zeit drängt bis zum Meldeschluss“, weiß Behrens, der parallel weiter mit aktuellen und künftigen Kickern verhandelt.

Wenn das Konzept aufgeht und sich eine neue, frische Syker Mannschaft präsentiere, dann, so ist Behrens sicher, „kommen auch wieder Spieler zurück, die uns verlassen haben.“ck

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