Später „Nachschlag“ für Strandfußballer

Beachsoccer-Landesmeister des TuS Sudweyhe freuen sich über 1 300-Euro-Gutschein

NFV-Vizepräsident August-Wilhelm Winsmann (stehend, 3. v. r.) und NFV-Referent Kim Neubert (2. v. r.) gratulierten den Sudweyher Beachsoccer-Landesmeistern um Denny Kosel (vorn, mit Gutschein).

Sudweyhe - Auf dem Kunstrasenplatz des TuS Sudweyhe wirbelten zwei Jugendteams – dick eingepackt bei minus sechs Grad. Einige Fußballer der zweiten und dritten Herrenmannschaft blickten am Mittwochabend aus dem ersten Stock des warmen Vereinsheims aufs glitschige Geläuf unter Flutlicht – und grinsten in Erinnerung an viel wärmere Tage. 

An Mitte Juli, als sie die niedersächsische Beachsoccer-Meisterschaft am Steinhuder Meer gewannen. Einen monströsen Pokal hatten sie damals schon mit nach Hause genommen. Aber jetzt überreichte August-Wilhelm Winsmann als stellvertretender Vorsitzender des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) ihnen noch einen Gutschein für Sporttextilien in Höhe von 1 300 Euro. „Das ist der wahre Lohn für eure Leistung“, meinte Winsmann mit ein bisschen Stolz, dass ein Team aus dem von ihm geführten Bezirk triumphierte.

Denn die Partien im tiefen Sand gingen ganz schön in die Beine – und auf die Kondition. „Hinzu kam, dass es sehr warm war“, erinnerte sich TuS-Spieler Denny Kosel: „Gut, dass wir zwölf Mann dabei hatten und immer wechseln konnten.“

Kosel war damals auf der Internetseite des NFV auf die erstmals ausgerichtete Beachsoccer-Meisterschaft in Niedersachsen aufmerksam geworden. Nach Rücksprache mit seinen Fußballkollegen stand die Truppe aus Kickern der Zweiten und Dritten – und Kosel meldete sie an. „Am Steinhuder Meer war alles perfekt organisiert“, lobte er das Drumherum einschließlich Übernachtung: „Schade nur, dass sich einige Vereine kurzfristig abgemeldet hatten.“ So spielten die sechs verbliebenen Teams in einer Gruppe – mit Hin- und Rückspiel über je zwölf Minuten. Am Ende standen Sudweyhe und der FC Sulingen punktgleich mit dem identischen Torverhältnis oben – doch der TuS hatte einen Treffer mehr erzielt. 

Dies bedeutete die Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften in Damp. „Und das war noch eine Nummer größer aufgezogen“, schwärmte Kosel über das Ereignis am Ostseestrand – mit Tribünen und Rahmenprogramm. Dort bleib dem Kollektiv aus dem Nordkreis zwar nur der dritte Platz seiner Vorrundengruppe, aber Achtungserfolge wie das 3:2 gegen den Bremer SV blieben haften. „Das alles und die Verpflegung waren schon Lohn genug. Mit diesem Gutschein hatten wir nicht gerechnet“, verriet Kosel, nahm die Prämie aber gern entgegen.

Doch auch sonst stand für die Sudweyher Strandfußballer schon vorher fest, dass sie als Titelverteidiger bei der zweiten Auflage der niedersächsischen Beachsoccer-Meisterschaft am Start sind. Kim Neubert, beim NFV Ausbilder zum „Junior Coach“ und für Events wie diese Meisterschaften zuständig, freute es. Er kündigte an, dass der DFB diese Sportart weiter fördern wolle. - ck

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