Brinkums Trainer entschuldigt sich trotz des Sieges für ein mäßiges Spiel

1:0 und ein Sorry von Thinius

Brinkum - Von Cord KrügerAm Ende eines einseitigen Spiels mit einem viel zu knappen Ergebnis entschuldigte sich Frank Thinius bei einem Zuschauer: „Tut mir leid, dass du kein schönes Spiel gesehen hast“, bat der Trainer des Bremen-Ligisten Brinkumer SV nach dem 1:0 (0:0)-Heimsieg über den TSV Wulsdorf um Verzeihung. Doch er wusste, woran es lag: „Wir sind noch zu verunsichert.“ Und: „Diese Partie spiegelt den Tabellenstand wider.“

Dass Brinkum Zehnter blieb und Verfolger Wulsdorf distanzierte, lag vor allem an den BSV-Innenverteidigern Steffen Prigge und Marc Rässler, die hinten eine 100-prozentige Zweikampfquote aufwiesen – und an Anil Morkan: Der Torjäger tauchte nach 57 Minuten freistehend vor TSV-Schlussmann Marco Theulieres auf, weil der zur Pause eingewechselte Dimitri Fiks schön und schnell zu ihm durchgesteckt hatte – und traf letztlich zum Tor des Tages.

Aber die Platzherren hätten schon früher für klare Verhältnisse sorgen müssen, denn die Wulsdorfer liefen von Beginn an konsterniert über den Platz. Und nur die erste halbe Sunde lang vollzählig, denn Hysen Shala agierte an diesem Nachmittag reichlich übermotiviert. Nach 33 Minuten rastete er aus, weil Schiedsrichter Jan Clemens Neitzel aus Norderstedt nach einer Fußabwehr von BSV-Keeper Tim Meyer und anschließender Klärung aus dem Gewühl nicht auf Ecke, sondern Abstoß entschied. Shalas Gezeter quittierte der Referee mit Gelb, ohne ihn damit jedoch ruhig stellen zu können. Trainer Jörg Giesemann verstand das Signal des Unparteiischen richtig, winkte Shala zur Auswechslung herunter – aber auf dem Weg zur Bank moserte er weiter und kassierte die Ampelkarte.

Brinkum machte aus der Überzahl viel zu wenig, wie auch Thinius fand: Zwar war auch ihm die spielerische Überlegenheit seiner Mannschaft nicht entgangen, „aber an Torraumszenen haben wir zu wenig gezeigt“.

So wirkte Morkan nach einem Missverständnis zwischen den TSV-Abwehrspielern Benjamin Rubow und Sinan Nisan reichlich überrascht und verpasste knapp (16.). Kevin Müller schoss auf Keeper Marco Theulieres (17.), und Kerem Ilkilic köpfte nach einem Morkan-Freistoß haarscharf daneben (22.).

Danach sah Thinius nicht mehr viel Erbauliches. „Ich schlaf gleich ein“, wetterte er quer über den Platz. Zur Pause nahm er Andreas Tschongarow aus dem Spiel – nicht, weil der ebenfalls schläfrig, sondern ziemlich schnell über rechts spielte. „Aber er hat nicht viel in den Strafraum gebracht. Ohnehin haben wir zu lange den Ball gehalten.“

Der erste feine Spielzug hingegen führte zum 1:0 über Hendrik Meyer und Fiks zu Morkan – eine mehr als verdiente Führung, weil der agile Kerem Ilkilic zuvor den Pfosten getroffen hatte (47.) und Morkans Schuss über Keeper Theulieres ans Lattenkreuz geklatscht war (55.).

Danach vergaben Benjamin Schlon (69.) und Morkan (73.) das 2:0, aber mehr Zwingendes kam nicht zustande. „Wir wollten uns heute das nötige Selbstvertrauen für die nächsten Spiele holen – doch das hat nicht geklappt“, bilanzierte Thinius.

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