Stürmer des TuS Sulingen mit Verdacht auf Kniescheibenbruch ins Krankenhaus

Sorge um Thorolf Meyer stellt alles in den Schatten

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Auch für Sulingens Pierre Neuse (links) gab’s gestern kaum ein Durchkommen. ·

Sulingen - Von Arne Flügge. Es passierte in der 68. Minute  und versetzte sowohl den TuS Sulingen als auch Gegner TSV Burgdorf in Schockstarre: TuS-Stürmer Thorolf Meyer rasselte im Strafraum mit dem herausstürzenden Keeper Alexander Homann zusammen. Beide blieben liegen, krümmten sich vor Schmerzen.

Die Betreuer rannten sofort auf den Platz. Während Homann kurz darauf Entwarnung gab, hatte es Meyer böse erwischt. „Sofort einen Krankenwagen, das ganze Knie ist kaputt“, rief Physiotherapeut Horst Vielhauer.

Während die Spieler auf den Rettungswagen warteten, brachte Burgdorfs Trainer Volker Herfort dem immer noch am Boden liegenden „Toto“ Meyer eine wärmende Decke, TuS-Verteidiger Manuel Meyer beugte sich über seinen Kollegen, streichelte ihm tröstend die Wange. Irgendwie kam Jeder einmal zum spielenden Co-Trainer des TuS Sulingen, um sein Mitgefühl auszusprechen.

Nachdem der Krankenwagen vorgefahren war, wurde Meyer sofort vom Notarzt untersucht. Und es stellte sich heraus, was „Toto“ („Das Ding fühlt sich komisch an“) bereits vermutet hatte: Der Sulinger wurde mit Verdacht auf Bruch der linken Kniescheibe ins Krankenhaus gefahren.

Einen Vorwurf wollte dem Burgdorfer Torhüter niemand machen. „Beide sind in dieser Szene großes Risiko gegangen“, sagte TuS-Trainer Walter Brinkmann: „So etwas passiert. Obwohl es für Thorolf natürlich total bitter ist.“

Burgdorfs Torwart Homann, der „Toto“ auf dem Weg in den Krankenwagen gute Besserung gewünscht hatte, meinte später: „Er hat geschossen, ich habe den Ball mit dem Fuß abgewehrt. Dann sind wir unglücklich ineinandergeknallt, und ich habe am Bein etwas gespürt. Kurz darauf habe ich dann gesehen, dass sein Knie richtig kaputt sein muss.“

Nach Rücksprache mit beiden Mannschaften wurde die Partie von Schiedsrichter Lasse Braun (Bookholzberger TB) nach 20-minütiger Unterbrechung fortgesetzt. Richtigen Fußball bekamen die rund 100 Zuschauer im Sulinger Sportpark aber nicht mehr zu sehen. „Wir hatten keine Körpersprache und keinen Glauben mehr“, meinte Trainer Walter Brinkmann.

Dabei wäre der Favorit an diesem Tag zu schlagen gewesen. Doch zum einen hatte der TuS Sulingen in der vierten Minute per Konter durch Hassan Jaber ein unnötiges Tor kassiert, zum anderen nutzten die Hausherren die eigentlich noch ausreichende Zeit nicht, um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Möglichkeiten dazu waren genügend dagewesen, doch sie wurden leichtfertig vergeben, so dass es am Ende bei der Sulinger 0:1-Niederlage blieb. „Wir haben in den meisten Situationen immer das Falsche gemacht“, monierte Brinkmann nach dem Abpfiff. In Gedanken war der Coach dabei ohnehin ganz woanders: bei seinem Co-Trainer Thorolf Meyer.

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