Barten hat die Nase voll

Mike Barten nimmt sich nur noch bis Saisonende Zeit für den TSV Melchiorshausen.

Melchiorshausen - Wenn Mike Barten in den vergangenen Wochen vom Training oder Spiel nach Hause kam, dann war seine Laune oftmals ziemlich im Keller. „So konnte es dauerhaft nicht weitergehen“, berichtet der Coach des Fußball-Landesligisten TSV Melchiorshausen: „Amateurfußball in dieser Form ist nichts für mich.

Fußball hat für mich einen anderen Stellenwert als für viele Spieler in dieser Liga.“ Deshalb hört der Ex-Profi am Saisonende nach dann zwei Spielzeiten in Melchiorshausen auf. Verein und Mannschaft hat er bereits informiert. Riekers fliegt aus dem Kader „Mich nerven einfach zu viele Sachen“, sagt der 40-Jährige, der 34 Mal für den SV Werder in der Bundesliga gespielt hat: „Du hast zehn, elf Spieler, auf die du dich verlassen kannst. Aber die anderen kommen nicht zum Training, weil der Onkel Geburtstag hat oder sonst was ist.“ Das sorgte oft für überschaubare Trainingsgruppen und jede Menge Frust beim DFB-Fußball-Lehrer: „Ich hätte uns gerne mannschaftstaktisch nach vorne gebracht, aber so ging das nicht.“ Inakzeptabel ist für Barten auch das Verhalten von Oliver Riekers. 

Der Offensivspieler habe nach gerade erst ausgestandener Verletzung in der Ü 32 gespielt, obwohl ihm Barten das untersagt habe. „Und was ist passiert? Er verletzt sich wieder – und behautet dann noch, wir hätten das ganz anders besprochen“, schimpft der Coach und stellt unmissverständlich klar: „So lange ich hier noch Trainer bin, wird Oliver Riekers bei uns nicht mehr trainieren und nicht mehr spielen.“ Barten selbst will dagegen noch einmal „voll angreifen. Es gäbe nichts Schöneres, als sich mit dem Aufstieg zu verabschieden.“ Denn bei allem Frust, hebt der 40-Jährige hervor: „Der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Es hat hier auch viel Spaß gemacht. Der Verein ist auf meine Ideen eingegangen und hat sich total bemüht.“ Deshalb sei es für ihn selbstverständlich, dem Club zu helfen, was die Zukunft aktueller und möglicher neuer Spieler betrifft. „Wir haben hier einen Weg mit jungen Spielern eingeschlagen, den sollte der Verein fortsetzen“, rät der Ex-Profi. Er selbst wartet nun auf Angebote. Möglichst von Clubs, wo die Spieler für Geld spielen. „Nur dann kannst du sie auch ärgern, und nur dann stimmt die Einstellung“, sagt Barten und blickt wehmütig zurück: „Das ist eine andere Generation von Spielern als wir das waren. Wir hatten doch nur Fußball, waren deshalb voll bei der Sache und wollten immer gewinnen.“ n kni

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