Melchiorshauser Notelf verliert Kellerduell mit 1:3 in Schwachhausen / 13  Gegentore in drei Spielen

Sogar Klausmann muss ran . . .

Oliver Gerth (re.) erzielte gestern den letztlich bedeutungslosen Melchiorshauser Treffer bei der 1:3-Schlappe.

Kreis-Diepholz - MELCHIORSH. (töb) · Die Abstiegsregion – sie ist und bleibt ungewollt das Revier des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen. Gegen Weyhe (0:4) vergab das Hoßfeld-Team schon die Chance, um sich aus dem Keller zu lösen. Und gestern lief’s nicht besser, denn die Blau-Weißen traten mit einer 1:3 (0:1)-Niederlage beim zuvor punktgleichen TuS Schwachhausen die Heimreise an. „Wir haben uns ingesamt zu dumm angestellt“, lautete das Fazit von Melchiorshausens Spartenleiter Heiner Böttcher.

Allerdings: Die Gäste haderten auch mit ihrem dünnen Kader. So fielen Jan Wittenberg, Dominik Exner oder auch Jan Klinkenborg kurzfristig wegen Magen- und Darmgrippe aus. Hinzu kamen die weiteren Ausfälle etwa von Jan-Christian Schröder, Jan Schmötzer oder auch Oliver Riekers. Melchiorshausens „Seuche“ wurde dadurch ganz deutlich, dass nicht nur Coach Markus Hoßfeld durchspielen musste, sondern auch Reiner Klausmann angefordert wurde und sogar zu einem zwölfminütigen Einsatz kam. Der 41-Jährige hatte seine Fußballschuhe nach der vergangenen Saison eigentlich an den Nagel gehängt.

▪ Nils Ruscher

▪ scheitert an Kraft

Böttcher vermutete, dass der Grund der Niederlage vielleicht auch in der erneut veränderten Abwehr lag. Manoel Arnhold musste für Wittenberg Libero spielen und fehlte daher als Manndecker. Zudem war „Sigi“ Byrger angeschlagen und blieb zunächst auf der Bank. Ohnehin ist die Abwehr in den vergangenen Wochen das Sorgenkind, denn die Melchiorshauser kassierten in drei Partien satte 13 „Einschläge“. Und dies gegen Gegner (Brinkum, Weyhe, Schwachhausen), die allesamt nicht zu den Überfliegern der Liga zählen.

In einer auf Kunstrasen recht ausgeglichen geführten Partie ging Schwachhausen, die das Hinspiel am Grünen Tisch verloren, durch Khaiss Sultani mit 1:0 (10.) in Führung. Nils Ruscher hätte ausgleichen müssen, scheiterte in der 35. Minute aber an TuS-Keeper Philipp Kraft, der in der vergangenen Serie für Brinkum hielt. Gleich nach der Pause erhöhte Adrian Chwiendacz mit einem herrlichen 25-Meter-Freistoß in den Winkel auf 2:0. Nur sechs Minute später hofften die Gäste wieder, denn Oliver Gerth traf nach Flanke von Markus Hoffmann zum 1:2. Die aufkeimende Hoffnung der Gäste erstickten die Schwachhauser im Keim, denn nur 120 Sekunden später traf Femi Lepe per Kopfball in einem chancenarmen Match zum 3:1.

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