Springturnier der Extraklasse in Wohlde / Michaels-Beerbaum und Auffarth haben zugesagt / Hohes Preisgeld

Sören Pedersen ruft – und die Reiter-Elite kommt

Einer der Stars beim Turnier in Wohlde: Sandra Auffarth aus Ganderkesee, die hier auf Steve zu sehen ist.
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Einer der Stars beim Turnier in Wohlde: Sandra Auffarth aus Ganderkesee, die hier auf Steve zu sehen ist.

Winkelsett-Wohlde – Das Programm und das Starterfeld hätten wohl gut und gerne 2 000 Menschen auf die Anlage von Sören Pedersen in Winkelsett-Wohlde gelockt. Hätten. Denn Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Springturnier an diesem Wochenende ohne Besucher statt. „Wir wollen, was Abstand und Hygiene angeht, vorbildlich sein. Deshalb müssen wir leider auf Zuschauer verzichten“, erklärt Pedersen, „aber man kann von zu Hause über Clip-my-Horse zuschauen. Wir wollten den Menschen zumindest so die Chance bieten, Topsport zu sehen.“

Und Topsport wird in Wohlde auf jeden Fall geboten: Mit Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und Sandra Auffarth (Ganderkesee) haben zwei Reiterinnen genannt, die schon Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften abgeräumt haben.

Keine Medaille, aber dafür eine Olympiateilnahme kann zudem auch Eiken Sato vorweisen. Der Japaner startete 2008 bei den Spielen in Hongkong. Mit der Schweizerin Clarissa Crotta hat außerdem eine Reiterin genannt, die 2009 Gold mit dem Team bei den Europameisterschaften gewann. Neben diesen zahlreich erfolgreichen internationalen Athleten und einigen deutschen Kaderreiterin wie Janne-Friederike Meyer-Zimmermann starten bei dem Turnier in Wohlde allerdings auch einige eher ländliche Reiter: Irina Dierks (RV Heiligenrode) und Dennis Schlüsselburg (RV Steller See) etwa. „Es ist unglaublich, was für Reiter hier herkommen. Wir freuen uns schon sehr darauf“, sagt Pedersen.

Vor allem dem Sonntag fiebert der Däne bereits entgegen. Dann steht nämlich nicht nur das Drei-Sterne-S-Springen an, sondern auch die Finals des Deister-Springpferde-Championats. Bei diesem Wettbewerb treten die besten fünf-, sechs- und siebenjährigen Pferde aus Deutschland und dem Ausland gegeneinander an. In den Finals wird dabei insgesamt eine Ausbildungsgratifikation in Höhe von 52 500 Euro ausgeschüttet.

Bei solch hochklassigen Prüfungen mit diesen Reitern wäre mit Zuschauern sicherlich eine besondere Atmosphäre entstanden. Und die Corona-Verordnungen erlauben ja auch durchaus Besucher, aber den logistischen Mehraufwand hätten Pedersen und sein Team nicht bewältigen können.

„Natürlich kommt auf der Couch nicht dieselbe Stimmung auf, aber 2020 ist eben ein komisches Jahr“, weiß Pedersen und verspricht: „Im nächsten Jahr werden wir wieder ein großes Turnier ausrichten und dann hoffentlich auch mit Zuschauern.“

Die Planungen dafür haben tatsächlich schon begonnen. Wenn alles glatt geht, könnte das Turnier dann sogar international ausgeschrieben werden – vor Corona war es schon für dieses Jahr angedacht. Pedersen: „Wir wollen mit dem Turnier dann nicht nur etwas für den Reitsport tun, sondern für die ganze Gegend.“

Von Nico Nadig

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