Siegtorschütze beim 1:0 in Bassum / Overmeyer verhindert höhere Niederlage

Hoya bejubelt Mattis Jüttner

Guter Vorstoß über außen – doch Bassums Dorian Klinger (r.) verliert das Duell gegen Hoyas Sascha Wohlers. Der TSV-Linksverteidiger und der SG-Innenverteidiger arbeiteten solide.
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Guter Vorstoß über außen – doch Bassums Dorian Klinger (r.) verliert das Duell gegen Hoyas Sascha Wohlers. Der TSV-Linksverteidiger und der SG-Innenverteidiger arbeiteten solide.

Bassum - Von Cord Krüger. Dominik Overmeyer war mächtig bedient. Bis zuletzt hatte der Torwart des TSV Bassum seine Mannschaft gestern auf eigenem Platz gegen die SG Hoya mit Reflexen und guten Aktionen im Rauslaufen im Spiel gehalten, doch die erste Niederlage nach zuletzt fünf Siegen des Bezirksligisten konnte er nicht verhindern. Besonders störte ihn, wie seine Vorderleute während und nach der Partie über Schiedsrichter Fabian Albrecht lamentierten: „Wir verfallen in alte Muster“, fauchte Overmeyer, während er wütend zum Spielerkreis stapfte.

Auch Bassums Trainer Andreas Merdon musste einräumen: „Heute waren wir phasenweise zu sehr mit Dritten beschäftigt“ – und meinte damit das Schiri-Team. Doch das hatte vor allem in der engagiert geführten zweiten Hälfte mit vielen Tacklings keine leichte Aufgabe zu bewältigen.

Kleiner Trost für den TSV: Hoyas Spielertrainer Wojtek Pilarski sprach hinterher ebenfalls von einigen „strittigen Situationen“.

Dabei musste Albrecht erst nach knapp 20 Minuten erstmals ins Horn stoßen. Den daraus resultierenden Freistoß von Pilarski drehte Overmeyer um den Pfosten und entschärfte damit die erste echte Chance der Gäste. Die nächste Gelegenheit brachte Bassum jedoch den Rückstand ein: Die Platzherren bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Mattis Jüttner fand in der dritten Reihe eine Lücke zwischen vielen Beinen vor ihm, zielte aus 23 Metern ins linke untere Eck, Overmeyer konnte das erst spät erkennen und kam nicht mehr rechtzeitig ran – 0:1 (23.). „Das Tor darf so nie und nimmer fallen“, monierte Merdon, „wir müssen eher dazwischen gehen.“ Insgesamt wertete er diesen Pausenstand aber als „verdient. Die erste Hälfte ging ganz klar an Hoya.“ Kollege Pilarski sah es ähnlich, freute sich über die solide Abwehrleistung – ärgerte sich jedoch über die zu geringe Ausbeute: „Wir hätten das 2:0 nachlegen müssen, haben das aber wieder mal versäumt.“ Anders ausgedrückt: Steffen Bönsch verhinderte es, indem der Bassumer Mittelfeldakteur einen Schuss von Lars Mrowczynski nach Vorlage von Jüttner auf der Linie rettete (43.). Sekunden darauf rauschte ein Geschoss von Ridvan Gören knapp am Kasten vorbei.

Nach der Pause investierten die Platzherren vor 120 Zuschauern mehr, dominierten spielerisch, „aber wir haben hinten sehr sicher gestanden“, lobte Pilarski seine Viererkette, vor der er als Sechser agierte. Dagegen fand der TSV kaum ein Durchkommen – weder im Spielaufbau über außen noch mit den vielen langen Bällen durch Innenverteidiger Mathis Hoffmann, die größtenteils als Beute des kopfballstarken SG-Abwehrzentrums mit Timm Hormann und Sascha Wohlers dienten. Selbst Bassums Standards sorgten für wenig Gefahr. Bestes Beispiel: Der um vier Meter zu hoch angesetzte Freistoß von Tobias Cordes in Minute 73. Auf der anderen Seite entschärfte Overmeyer Schüsse von Christopher Koppermann (76.) und Dennis Böschen (81.), der den viel besser postierten Mrowczynski übersah. Kurz vor Schluss hatte Cordes noch zwei Mal Pech, als er jeweils knapp daneben zielte (86./90.). „Ein Unentschieden wäre vielleicht verdient gewesen“, meinte Merdon. So aber riss die Bassumer Serie „und unsere hielt“, schmunzelte Pilarski nach Hoyas viertem Spiel ohne Niederlage.

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