Siegmann und Drozdowski übernehmen kurzfristig / Dirk Meyer Nachfolger?

Mörsen entlässt Rainer Gläser

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Das „TR“ steht nicht mehr für Trainer, sondern jetzt für Trennung. Gestern Nachmittag wurde Rainer Gläser beim Fußball-Bezirksligisten SV Mörsen-Scharrendorf entlassen.

Mörsen - Von Gerd Töbelmann. Egal, wie die Umstände sind – oder ob bei den Niederlagen viel Pech mit im Spiel war: Null Punkte aus sechs Spielen waren offenbar eine zu schwere Hypothek, um Rainer Gläser als Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Mörsen-Scharrendorf im Amt zu lassen. Gestern Nachmittag zog Vereinschef Andreas Siegmann die Konsequenzen und entließ den Coach, der Mörsen im Sommer in die Bezirksliga geführt hatte.

„Sowas ist nie einfach, doch ich habe mich zu diesem Schritt im Interesse des Vereins entschieden, um neuen Wind ins Team zu bringen. Denn ich bin überzeugt davon, dass wir das Zeug haben, die Klasse auch bei drei direkten Absteigern noch zu halten“, erklärte Siegmann gestern. Und fügte hinzu: „Die Freistellung hat persönlich nichts mit Rainer zu tun. Ich danke ihm für seine Arbeit, die uns schließlich den Aufstieg beschert hat. Wir können uns auch weiterhin in die Augen schauen.“

Aber offenbar traute Siegmann dem 53-Jährigen den Umschwung nicht mehr zu. „Das 0:2 zuletzt gegen Marklohe war unterirdisch. Da haben wir uns überhaupt nicht gewehrt – und dies in einem Heimspiel“, fügte Mörsens Boss noch hinzu.

Mittlerweile laufen bereits die Gespräche mit einem Nachfolger, „doch die liegen mitten in der Saison leider nicht auf der Straße“, sagt Siegmann. Nicht schlecht wäre es, wenn der neue Mann über Bezirksliga-Erfahrung verfügen würde. Der schon ins Gespräch gebrachte Dirk Meyer (Ex-Trainer des FC Sulingen) würde dieses Anforderungsprofil erfüllen – und ist derzeit ohne Job. Dementieren mochte Siegmann gestern nicht, dass Meyer ein Kandidat sein könnte.

Für das gestrige Training und auch das Match am Sonntag um 15.00 Uhr in Landesbergen werden Siegmann und der jetzige spielende Co-Trainer Bartosz Drozdowski Verantwortung tragen. Ob der neue Mann bereits am Samstag danach gegen Neuenkirchen auf der Bank sitzen wird, ließ Siegmann gestern offen.

Gläser jedenfalls, der in Mörsen gut zwei Jahre im Amt war, reagierte gestern überrascht auf seine Entlassung: „Beim Training am Dienstag hatte sich eine derartige Entwicklung noch nicht abgezeichnet. Ich hätte mir etwas mehr Rückhalt gewünscht. Gerade deshalb, weil mir jetzt endlich der komplette Kader zur Verfügung steht. Aber ich bin natürlich auch kein Träumer und respektiere die Entscheidung. Die Erde wird sich deshalb weiterdrehen. Ich persönlich kann mir keinen Vorwurf machen, aber nach sechs Spielen stehen nun einmal null Punkte in der Tabelle.“

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