Großes Gedränge beim 37. Stuhrer Silvesterlauf

Nur die Sieger waren sehr einsam

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Ein Sekt in Ehren kann zu Silvester keiner verwehren. Die Herren-Sieger (v.l.) Mario Lawendel, Geronimo von Wartburg und Oliver Sebrantke stoßen auf ihre Streckenerfolge an. ·

Fahrenhorst - Von Gerd Töbelmann. Manchmal würde man sich wünschen, dass da zwei Athleten nebeneinander den letzten kleinen Hügel herunterstürzen und um den Sieg kämpfen. Doch so war es auch beim 37. Silvesterlauf des LC Hansa Stuhr nicht.

Die Veranstaltung lag mit 537 Teilnehmern zwar in Rekordnähe, aber die jeweiligen Streckensieger waren oft ziemlich einsam, weil ihr Vorsprung riesengroß war.

Das galt in erster Linie für Geronimo von Wartburg, den Titelverteidiger über 13,5 Kilometer. Schon im Vorfeld hatte Organisator Jan Neubauer gesagt, „dass es über diese Strecke nur noch um Platz zwei geht.“ Recht gehabt. Der 25-Jährige von der LG Kreis Verden, der auch den Streckenrekord über 4,5 Kilometer hält, rannte allen Konkurrenten schon früh davon. „Bei herrlichem Sonnenschein war es ganz schön heute. Schon nach dem ersten Kilometer war ich ziemlich allein und konnte mein Rennen laufen. Nach starken 44:43 Minuten lag von Wartburg etwa dreineinhalb Minuten vor dem Zweitplatzierten Steffen Wendt (TRC Essen). Arne Reuter vom SC Weyhe (52:28) belegte Platz sechs.

Auch über 9,5 Kilometer musste Lokalmatador Oliver Sebrantke kein allzu dickes Brett bohren. „Ich habe mir die Konkurrenten drei Kilometer lang angeschaut und habe mich dann abgesetzt. Es war heute sehr schön, auf dieser Strecke und bei diesem Wetter zu laufen“, meinte der 37-Jährige, der im vergangenen Jahr unter anderem einmal mehr den Bremen-Marathon gewonnen hatte. In 33:05 Minuten ließ er seinen Teamkollegen Phillipp Fahrenholz (33:28) deutlich hinter sich. Dritter wurde der Weyher Triathlet Maik Schindler (34:48).

Das Gerücht, dass Sebrantke erst kurzfristig auf die mittlere Strecke umgemeldet hatte, um von Wartburg aus dem Weg zu gehen, dementierte der Hansa-Läufer: „Ich habe nicht geknifen, sondern immer vorgehabt, die 9,5 Kilometer zu laufen.“ In diesem Jahr stehen bei dem amtierenen Senioren-Team-Weltmeister mit den Marathons in Wien und Bremen sowie der Cross-DM in Ostercappeln wieder einige Highlights auf dem Programm.

Kumpel Mario Lawendel (LC Hansa Stuhr), mit dem Sebrantke dann wenig später Silvester feierte, hatte ebenfalls keine ernsthafte Konkurrenz. Für die 4,5 Kilometer benötigte der Triathlet 15:34 Minuten und lag dabei fast eine Minute vor Verfolger Lars Silze aus Garbsen.

Janina Heyn zeigt vielen

Männern die Hacken

Allemal erwähneswert war der Auftritt von Janina Heyn (ATS Buntentor) über 9,5 Kilometer bei den Frauen. Die 31-Jährige, die nur knapp zwei Wochen zuvor auch den Syke-Weyher Cross-Fünfer gewonnen hatte, erreichte nach starken 38:54 Minuten mit großem Vorsprung das Ziel. Eine Zeit, mit der sie bei den Männer der Altersklasse 40 gewonnen und einen so starken Läufer wie den dortigen Sieger Joaquim Pedro (LG Bremen-Nord) auf Platz zwei verwiesen hätte. Allerdings: Der Streckenrekord von Sylvia Nußbaum (Bayer Leverkusen/34:27) lag auch für Hein in unerreichbarer Ferne.

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