START IN DIE SAISON TuS Wagenfeld

Die Sieberts von nebenan

Wiedervereint in Wagenfeld: Das Brüderpaar Patrik und Kim Siebert. Foto: J. Diekmann
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Wiedervereint in Wagenfeld: Das Brüderpaar Patrik und Kim Siebert.

Wagenfeld - Eine Tennisanlage mit drei Plätzen, ein Hallenfreibad, sieben Schießsportanlagen, eine Paintballanlage, eine Golfanlage mit 18-Loch und eine Speedwaybahn. Wer im beschaulichen Wagenfeld Sport betreiben möchte, der hat – ohne Zweifel – die Qual der Wahl. Nicht so für Kim (31) und Patrik Siebert (28).

Das Brüderpaar interessiert sich ausschließlich für die acht Fußball- und Bolzplätze des 7 218 Einwohner fassenden Ortes im Süden des Landkreises Diepholz. Genauer gesagt für den Rasenplatz an der Schulstraße – der Heimat des derzeitigen Fußball-Bezirksligisten TuS Wagenfeld. „Als damals der Anruf von Oliver Marcordes kam, mussten wir beide nicht lange überlegen“, erinnert sich Kim Siebert noch gut: „Er fragte, wie es bei uns aussieht – und ob wir nicht Lust hätten, in Wagenfeld zusammenzuspielen?“

Gesagt, getan. Das Brüderpaar gab dem Wagenfelder Coach im Sommer 2018 seine Zusage. Innenverteidiger und „Sechser“ Patrik Siebert kehrte dem Bezirksligisten FC Sulingen den Rücken, Linksverteidiger Kim Siebert kam von Sulingens Ligakonkurrenten TSV Wetschen, wo beide bereits schon einmal zusammengespielt hatten, an die Wagenfelder Aue.

„Ich bereue den Schritt keinesfalls. Zumal ich nur 200 Meter vom Wagenfelder Sportplatz entfernt wohne“, erklärt Patrik Siebert. Und auch Kim Siebert freut sich über kurze Wege: „Da ich in Rodenmühlen wohne, das nur ein paar Kilometer von Wagenfeld entfernt liegt, kam mir das Angebot von Oliver sehr entgegen.“

Eine Spielzeit weiter und um eine Kreisliga-Meisterschaft sowie einem Kreispokaltitel reicher möchte das Brüderpaar mit Wagenfeld nun die Bezirksliga rocken. „Mal schauen, was mit der Mannschaft möglich ist. Ich glaube schon, dass wir um das Mittelfeld der Tabelle mitspielen können. Und wer weiß: Vielleicht gelingt es uns ja auch, den einen oder anderen starken Gegner zu schlagen“, blickt der werdende Vater Patrick Siebert optimistisch auf die kommende Spielzeit, während sein Bruder Kim, zweifacher Vater, sich mit Prognosen etwas zurückhält: „Für mich zählt als oberstes Ziel ganz klar der Klassenerhalt.“

Dass es aber alles andere als einfach wird, ist beiden bewusst. „Gerade das Tempo wird sich noch mal erhöhen“, weiß Patrik Siebert aus Erfahrung. Und sein Bruder Kim ergänzt: „Du hast einfach nicht mehr so viel Zeit wie in der Kreisliga, musst Gedankenschneller sein.“ Doch dass beide schnell handeln können, haben sie bereits in Wetschen oder Sulingen unter Beweis gestellt. „Patrik ist zudem ein richtig giftiger Spieler. Er ist nicht nur zweikampfstark, sondern strahlt auch eine enorme Ruhe am Ball aus“, lobt Kim Siebert seinen jüngern Bruder, der ebenfalls nicht mit Komplimenten spart: „Kim hat ein starkes Kopfballspiel und ist beidfüßig. Ich bin schon ein wenig neidisch auf seine linke Klebe.“

Dass die Siebert-Brüder für den TuS Wagenfeld mit ihrer Erfahrung noch Gold wert sein könnten, bezweifelt niemand. Jetzt muss die Mannschaft nur noch ihre Rock ’n’ Roll-Qualitäten in der Bezirksliga unter Beweis stellen.

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