Siebenmeter-Krimi

HSG Mittelweser/Eystrup besiegt HSG Vilsen in spannendem Regions-Pokalfinale 41:40

Friedhelm Gollnow (l.) und Eckhard Meyer (r.) von der Handball-Region Mitte-Niedersachsen überreichten gemeinsam die Siegertrophäe an Mittelwesers Kapitän Laurin Steffens. Im Hintergrund jubeln die Spieler der HSG Mittelweser/Eystrup über ihren Pokaltriumph.

Br.-Vilsen - Die Handballer der HSG Mittelweser/Eystrup haben den vierten Cup-Triumph in Folge der HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf verhindert: Am Sonntag bestätigte die Mannschaft von Trainer Michael Ender ihre gute Verfassung aus den vergangenen Landesklassenspielen und setzte sich im Regionspokalfinale der Handballregion Mitte-Niedersachsen nach einem packenden Siebenmeterwerfen mit 41:40 gegen den amtierenden Titelträger und Gastgeber durch.

Bereits am Samstag sicherten sich die Eystruper nach einer durchwachsenen Vorstellung und einem 28:26 (16:9)-Erfolg gegen die Zweitvertretung der SG Achim/Baden den Finaleinzug. In der zweiten Halbfinalbegegnung setzte sich die HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf denkbar knapp mit 34:33 (18:17) gegen die HSG Phoenix II durch.

„Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und Vilsen den vierten Pokalerfolg in Serie vermiesen. Wir haben noch einmal den Schwung aus den letzten Saisonspielen mitgenommen und eine absolute Willensleistung abgerufen. Im Siebenmeterwerfen hatten wir dann ein Quäntchen mehr Glück“, freute sich Eystrups Trainer Michael Ender über den Pokaltriumph seiner Schützlinge.

Sein Gegenüber Gerd Anton haderte insbesondere damit, dass seine Landesklassen-Handballer einen zwischenzeitigen 25:20-Vorsprung (41.) wieder aus den Händen gaben: „Es ist ärgerlich, dass wir unsere Führung in der zweiten Halbzeit nicht über die Zeit gebracht haben, aber ich mache der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf. Es war ein sehr spannendes und interessantes Spiel. Die HSG Mittelweser/Eystrup hat gut gespielt, und ich gönne ihr auch den Pokalsieg.“

In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe. Nach dem Seitenwechsel hatte zunächst der Titelverteidiger die Nase vorn. Moris Bolte brachte die Gastgeber in der 41. Minute mit 25:20 in Front. Angeführt vom starken Rene Bauer (zehn erzielte Tore) kämpfte sich Mittelweser/Eystrup jedoch noch einmal zurück ins Spiel. Zwei Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit sorgte Eystrups Sebastian Bach für das 34:34 und somit auch für die Verlängerung.

Da auch nach zehn weiteren Minuten keine Entscheidung feststand (38:38), folgte die Glückslotterie Siebenmeterwerfen. In diesem avancierte Mittelwesers Torhüter Laurin Steffens zum Mann des Tages. Zunächst parierte er die Würfe von Jorn und Moris Bolte, ehe Vilsens Till Wittrock einen Aufsetzer über das Tor setzte und so den Eystruper Pokalerfolg besiegelte. Zuvor hatte Mittelwesers Daniel Marcik zum 41:40 getroffen. 

bp

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