Brinkum fertigt Vatan Sport 7:0 ab und ist froh, nicht noch mehr Tore geschossen zu haben

Sieben auf einen Streich und ein Kracher von Cordes

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In Vatans Strafraum ging es gestern oft hoch her. In dieser Szene bemühen sich die Brinkumer Esin Demirkapi (links) und Jürgen Heijenga (Mitte) um einen Kopfball. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannDas nennt man wohl Traumstart: Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV fertigte auf eigenem Platz den KSV Vatan Sport gestern mit 7:0 (2:0) ab – und war noch froh, nicht noch mehr Tore geschossen zu haben.

Klingt ja ziemlich komisch, zumal Manager Frank Kunzendorf kurz vor Ende der Partie noch meinte: „Die Chancenverwertung war nicht so toll. Das hätte noch höher ausgehen können.“

Für Trainer Frank Thinius war das 7:0 aber genau das richtige Ergebnis, „denn ich will die Tabellenführung gar nicht haben. Als Verfolger ist das schon in Ordnung.“ Hintergrund: Am Tag zuvor hatte Meister SV Werder Bremen III den SV Türkspor mit 9:0 vom Platz geschossen. Eine Marke, die der BSV gestern auch hätte knacken können. Aber das wäre nun wirklich Jammern auf hohem Niveau gewesen.

Gut eine Woche nach dem mühsamen 3:1 im Pokal bei Vatan war gestern von einem engen Spiel nichts zu sehen. „Das lag aber auch daran, dass wir die wichtigen Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben“, meinte Thinius.

Nach dem 1:0 (25.) durch Esin Demirkapi (Kopfball nach Verlängerung von Dennis Mertgen) meinte „Thini“ damit besonders das 2:0 unmittelbar vor dem Pausenphiff. Nach Ablage von Kai Tönsmeyer war Mertgen per Flachschuss erfolgreich.

Am Anfang des zweiten Abschnitts brachte Brinkum die Gäste dann endgültig zum Schweigen. Dimitri Khoroshun versenkte einen Konter zum 3:0 (47.); drei Minuten später traf der aus Huchting gekommene Dennis Krefta nach Freistoß von Tobias Cordes zum 4:0. Dass Krefta kurz darauf ausgewechselt wurde, störte den 21-Jährigen in keinster Weise: „Ich bin froh, dass ich hier überhaupt in der Startelf stehe. In Brinkum herrscht doch ein erheblich größerer Konkurrenzkampf. In Huchting war ich auch ohne Training gesetzt. Aber ich liebe den Wettbewerb um die Plätze und habe meinen Wechsel noch nicht bereut.“

Zuschauer, die nach dem 4:0 ob des klaren Ergebnisses nicht mehr so genau hinsahen oder sich gar auf den Heimweg machten, verpassten noch drei Treffer. Nach dem 5:0 (60.) durch Mertgen vor allem das Tor zum 6:0 durch Tobias Cordes. In der 66. Minute fackelte der 22-jährige Ex-Bassumer nicht lange und nagelte das Spielgerät nach einer Ecke aus 18 Metern per Volley-Kracher in die Maschen. Bayern München vor langer Zeit in Leverkusen: Lothar Matthäus war das auch mal vergönnt. Die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern. „Was war das denn für ein Ding? Wahnsinn“, staunte auch Mitspieler Dennis Offermann. Für Thinius hingegen kam Cordes’ Glanztat nicht aus heiterem Himmel: „Gegen Burg und Union 60 hat er vergangene Saison ähnlich schöne Tore erzielt.“

Dass Tönsmeyer in der 70. Minute noch das 7:0 nachlegte, war lediglich noch etwas für Statistiker. Nach dem glanzvollen Punktspielstart steht jetzt am Mittwoch um 18.45 Uhr das Drittrunden-Match im Landespokal beim starken Landesliga-Aufsteiger DJK Blumenthal an. Alle Brinkumer waren sich gestern einig, dass das eine härtere Prüfung werden wird.

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