„Württemberg-Cup“: Bezirksligist schlägt Brinkum mit 2:1

Sensation: Kapitän Roughley köpft Heiligenfelde ins Finale

Martin Roughley schreit seine Freude nach dem Treffer zum 1:0 heraus. Später legte der Heiligenfelder Kapitän noch das 2:1 gegen Brinkum nach und steht damit mit dem SVH im Finale. - Foto: töb
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Martin Roughley schreit seine Freude nach dem Treffer zum 1:0 heraus. Später legte der Heiligenfelder Kapitän noch das 2:1 gegen Brinkum nach und steht damit mit dem SVH im Finale.

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Das 18. Ristedter Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“ hat seine erste Sensation: Am letzten Spieltag der Gruppe A setzte sich Bezirksligist SV Heiligenfelde gestern Abend vor 350 Zuschauern mit 2:1 (0:0) gegen den Bremen-Ligisten Brinkumer SV durch. Konsequenz: Der SVH steht am Freitag im Finale und trifft dort wohl auf Titelverteidiger Bremer SV, der heute in der Gruppe B sein letztes Match bestreitet. Durch ein 4:0 gegen Sudweyhe erreichte Oberligist TuS Sulingen das Spiel um Platz drei.

SV Heiligenfelde - Brinkumer SV 2:1 (0:0): SVH-Kapitän Martin Roughley musste gestern so viele Schulterklopfer über sich ergehen lassen wie kaum einmal zuvor. Aus gutem Grund, denn der Abwehrspieler avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner für das Team der beiden Spielertrainer Tobias Dickmann/Björn Isensee. Dickmann meinte nach dem Match mit einem Lächeln: „Heute muss ich nicht unbedingt ein Statement abgeben – das kann jetzt Martin machen.“

Und der ließ sich auch nicht lange bitten: „Wir wollten erst einmal stabil stehen. Das ist uns auch gelungen. Und dann nach und nach Nadelstiche nach vorn setzen. Auch das hat geklappt.“ Allerdings hätte Brinkum in der 19. Minute mit 1:0 in Führung gehen müssen, doch Torjäger Saimir Dikollari knallte die Kugel auf die Brust von SVH-Keeper Jörn Wachtendorf. Ein Querpass auf den in der Mitte lauernden Tamino Kröger wäre die bessere Wahl gewesen.

In der 45. Minute schlug dann Roughleys erste goldene Stunde, denn nach Freistoß von Dickmann war er vor Brinkums Keeper-Youngster Marcel Pfaar am Ball und köpfte das 1:0. Steffen Vogeno hätte auf 2:0 erhöhen müssen, scheiterte mit seinem überheblichen Elfmeter-Lupfer aber an Pfaar (53.).

Und Brinkum? Die spielten pomadig und viel zu langsam. Bis auf Dikollari in der 56. Minute, denn der Stürmer erzielte per Lupfer nach Volleyabnahme den Ausgleich zum 1:1 – ein tolles Tor. Brinkum drückte zwar danach, aber oft zu planlos. Vier Minuten später war dann wieder Roughley dran, der nach erneutem Pfaar-Patzer per Kopfball zum 2:1 abstaubte.

Brinkums neuer Trainer Walter Brinkmann war zerknirscht: „Wir fangen jetzt wieder bei Null an und haben heute alles vermissen lassen. Heiligenfelde hat aber auch gut verteidigt.“

TuS Sulingen - TuS Sudweyhe 4:0 (3:0): Für den Turnier-Mitfavoriten ging es nur noch um das kleine Finale. Aber das war eigentlich auch nur eine Randnotiz, denn der Landesliga-Meister muss in den nächsten Wochen auf seine beiden Stürmer Danny Arend (Wadenbeinbruch) und Salam Garaf (Verdacht auf Innenbandriss) verzichten. Gestern standen beide schon nicht mehr im Kader.

Doch auch ohne das Duo war Sulingen zu stark für Sudweyhe. In der zehnten Minute ging das Schops-Team durch Dennis Brüggemann mit 1:0 in Führung. Danach legte Neuzugang Hussein Saade per Doppelpack (22./24.) zum 3:0 nach, wurde aber bei seinem zweiten Tor von Sudweyhes Keeper Jannik Theiß umgemäht und musste verletzt raus.

Nach dem Wechsel erhöhte Marvin Rupp auf 4:0 (44.). Sulingens Coach Maarten Schops war zwei Tage vor dem NFV-Pokalspiel bei Arminia Hannover zufrieden mit dem Auftritt: „Wir haben Vollgas gegeben und uns gut verkauft. Jetzt wollen wir auch das Spiel am Freitag gewinnen.“

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