Semper: „Damit müssen wir leben“ / Wilkens und Schlechte neu im Team

Die Crux mit den Verletzten haut Sulingen nicht um

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TuS-Coach Ingolf Semper (li.) freut sich, in Julian Wilkens eine echte Verstärkung an Land gezogen zu haben.

Sulingen - Von Arne Flügge. Die Vorbereitung war lang, sehr lang sogar. „Und daher muss es jetzt auch losgehen“, fiebert Trainer Ingolf Semper dem Saisonstart entgegen. Mit einem Dreier-Turnier (neuer Modus im BHV-Pokal) in eigener Halle starten die Landesliga-Handballer des TuS Sulingen morgen (ab 15.00 Uhr) in die neue Spielzeit. Und die Vorfreude ist groß.

Allerdings auch ein wenig getrübt, denn wieder einmal verfolgen die Sulinger nicht unerhebliche Verletzungssorgen. Björn Meyer hat sich einen Finger ausgekugelt und muss drei Wochen pausieren, Jan Scharf mit einer Knöchelverletzung zwei Wochen aussetzen. Und Julian Meyer wird nach seinem Kreuzbandriss vermutlich erst im kommenden Frühjahr wieder einsatzbereit sein. „Das ist natürlich blöd“, räumt Semper ein, „doch damit müssen wir leben.“

Die Spiele morgen gegen den TuS Rotenburg und die HSG Verden/Aller sieht der 45-Jährige sofort als Standortbestimmung an. „Wir haben in der Vorbereitung viel Positives gezeigt, aber auch noch Defizite gehabt. Nun können wir unter Wettkampfbedingungen wichtige Erkenntnisse sammeln“, weiß Semper.

In der Vorbereitung hat der Coach viel Wert auf den konditionellen Bereich gelegt. „Uns ist in der vergangenen Saison oftmals die Puste ausgegangen“, berichtet Semper, „das soll uns in diesem Jahr nicht wieder passieren.“ Und das Ausdauertraining trägt auch bereits die ersten Früchte. „Wir sind läuferisch stärker geworden“, freut sich Semper.

Neu im Team ist Julian Wilkens (24), der vom FTSV Jahn Brinkum kam. „Er hat Oberliga- und VerbandsligaErfahrung und ist für uns eine absolute Verstärkung“, sagt Semper: „Er macht die erste Welle schnell, hilft uns in der Abwehr und macht vorn über Außen wichtige Dinger.“ Zweiter Neuzugang ist Timo Schlechte, der nach einem Jahr bei der Landesliga-A-Jugend der HSG Nienburg nach Sulingen zurückkehrt. Der 18-Jährige soll „langsam in den Herrenbereich reinschnuppern“, wie Semper sagt.

Wichtig ist für den Trainer ein guter Saisonstart, um nicht gleich wieder unter Druck zu geraten, sondern von Beginn an in ruhigerem Fahrwasser zu sein. Dann könne man auch häufiger die gesamte Breite des Kaders nutzen, was natürlich Kraft spart. Der TuS Sulingen muss zuerst in Altenwalde antreten, dann kommt Fredenbeck III. „Wir sind guten Mutes, dass wir einen ordentlichen Start hinlegen“, sagt der TuS-Trainer, der selbst nach Möglichkeit nicht mehr auflaufen will. Ihm zur Seite steht jetzt Mirco Kohröde als Co-Trainer, der zudem auch noch die Position des dritten Torwarts bekleidet. „Es ist beruhigend, drei Torleute zu haben. Einer kann immer mal schnell ausfallen“, weiß Semper, der bei seinen Keepern Gerrit Uhlhorn und Tobias Tannert in der Entwicklung „einen Schritt nach vorn“ ausgemacht hat.

Taktisch hat sich Semper für die kommende Saison etwas Neues einfallen lassen. „Wir haben in der Abwehr etwas umgestellt, wollen offensiver agieren, den Gegner unter Druck setzen, um so viele Tore über die erste und zweite Welle zu machen.“ Die konditionellen Grundlagen für dieses etwas kräfteraubendere Spiel wurden ja in der Vorbereitung bereits gelegt.

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