Taekwondo-Sportler der SG Diepholz holen in Hemmingen sechs Medaillen / Krikau zeigt Kampfgeist

Nur 13 Sekunden: Hensch glückt Blitzsieg

Stellten sich nach dem Taekwondo-Turnier in Hemmingen mit Medaillen zum Gruppenbild auf (v.l.): Landestrainer Hayati Yardim, Dominik Hensch, Iljas Bunge, Raffael Krikau, Atakan Yardim, Denys Usov, Aida Suljevic, Co-Trainer Wulf Bunge und Vereinstrainer Rizvan Yardim von der SG Diepholz.

Hemmingen – Rund 250 Teilnehmer aus mehreren Bundesländern und Kampfsportler aus Dänemark: Beim offenen Vollkontakt-Event der Niedersächsischen Taekwondo Union in Hemmingen bei Hannover ging es hoch her. Mit dabei waren auch mehrere Sportler von der Taekwondo-Sparte der SG Diepholz. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Es gab dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze.

Top-Kämpfer Dominik Hensch stellte auch in der Herrenklasse (bis 87 kg) in der LK2 seine Klasse unter Beweis. Er landete gegen Florian Vetter aus Clausthal-Zellerfeld seinen schnellsten Finalkampf-Sieg. Nach einem explosiven Start überzeugte der 18-Jährige mit Härte und technischer Überlegenheit. Zum Schutz seines Gegners beendete der Kampfleiter nach 13 Sekunden den Fight beim Punktestand von 14:0 vorzeitig. „Das war mein schnellster K.o. und meine 15 Goldmedaille in Folge“, strahlte der Schüler, der die zwölfte Klasse des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup in Diepholz besucht. Nach dem Turniersieg Anfang des Jahres in Kaltenkirchen startete er zum zweiten Mal bei den Herren, diesmal sogar im Schwergewicht.

Raffael Krikau feierte in der Jugendklasse A (bis 63 kg – LK2) in diesem Jahr seinen zweiten Turniersieg. Er lieferte sich mit Lion Schoepe aus Wuppertal einen spannenden Finalkampf. Mit variablen Techniken und seinem ausgeprägten Kampfgeist entschied er den Fight mit 19:17 Punkten für sich und nahm bei der Siegerehrung die Goldmedaille entgegen.

Das dritte Gold für die SG Diepholz holte Denys Usov, der in der Masterklasse (Ü35 – bis 80 kg – LK1) an den Start ging. Sein Finalkontrahent aus Stadthagen, Andre Möller, warf verletzungsbedingt Ende der zweiten Runde das Handtuch, musste aufgeben.

Aida Suljevic zog in der Damenklasse (bis 62 kg – LK1) ins Finale ein, da ihre Halbfinalgegnerin nicht zum Fight erschienen war. Der Endkampf gegen Sinja Ötjens aus Munster verlief bis zum Schluss sehr ausgeglichen und spannend. Nach drei Runden stand es 15:15. Auch in der vierten Runde erzielten beide Kontrahentinnen keinen klaren Treffer. Am Ende entschied das elektronische System von Daedo, wer von den beiden Taekwondo-Kämpferinnen den höchsten Hitlevel auf die Weste verbucht hatte und ermittelte somit die Siegerin. Das Ergebnis sprach gegen die Diepholzerin, die Silber bekam.

Iljas Bunge, der jüngste Teilnehmer der SG Diepholz, versuchte bei der Jugend C (bis 27 kg) sein Glück. Mit Ehrgeiz und technischer Vielfalt bezwang er seinen Halbfinal-Gegner Eryk Wesolowsky aus Hamburg deutlich mit 25:8 Punkten. Verletzungsbedingt trat der Youngster zum Endkampf nicht an – da war die Silbermedaille nur ein kleiner Trost.

Bei den Kadetten (bis 41 kg – LK2) musste sich Atakan Yardim mit der zweitgrößten Konkurrenz des Turniers auseinandersetzen. Im Viertelfinale behielt er mit Drehkicks und gutem Distanzverhalten gegen Ben Johannsen aus Lokstedt mit 11:7 Punkten die Oberhand. Sein Halbfinal-Fight gegen den Wuppertaler Leon Pierre Schoth verlief bis zur zweiten Runde ziemlich ausgeglichen. Am Ende der dritten Runde musste der Diepholzer seinem Gegenüber den Sieg überlassen. Yardim nahm Bronze mit nach Hause.

In der Mannschaftswertung landeten die Diepholzer sogar auf Platz zwölf von fast 40 gemeldeten Vereinen. Mit den Ergebnissen ihrer Schützlinge waren die Diepholzer Taekwondo-Trainer Hayati Yardim, Wulf Bunge und Rizvan Yardim sehr zufrieden.

Ziel: Titel verteidigen 

Als nächste Taekwondo-Veranstaltungen stehen für Dominik Hensch und Raffael Krikau von der SG Diepholz am Samstag, 15. Juni, die Ostdeutsche Meisterschaft in Schönebeck und am 29. Juni die Bavaria Open in Nürnberg auf dem Wettkampf-Programm. Hensch verfolgt ein klares Ziel: „Ich möchte beide Titel verteidigen.“

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