Manfred Hinzmann ist auch mit 81 noch fit / 2004 Triathlon-Europameister

„Seit Jahren keine Tablette genommen“

Der Club der Achtziger (v.l.): Adolf Weigelt, Manfred Hinzmann und Horst Seefing kamen alle durch. Foto: töbelmann

Fahrenhorst – Sucht man Manfred Hinzmann in den Ergebnislisten, entweder im Triathlon oder Laufen, dann muss man ganz, ganz weit zurückgehen. Nicht etwa, weil die Leistung des Stuhrers nicht stimmt. Nein. Nur deshalb, weil Hinzmann in schöner Regelmäßigkeit der älteste Teilnehmer ist und deshalb ganz hinten gelistet wird.

So war es auch 2018 beim Stuhrer Silvesterlauf, denn in der Altersklasse der über 80-Jährigen war er der einzige Starter und damit auch der Sieger. In diesem Jahr war nur Horst Seefing (BSG Sparkasse Bremen) noch zwei Jahre älter. Schon vor vielen Wochen hatte sich Hinzmann angemeldet und die 9,5-Kilometer-Distanz gewählt. Hinter dem 80-jährigen Adolf Weigelt (Bremen) wurde er am Dienstag Zweiter. Die Frage muss erlaubt sein: Warum wählte der jetzt 81-Jährige nicht die kürzere Distanz über 4,5 Kilometer? Hinzmann kontert: „Das soll sich ja auch lohnen. Für 4,5 Kilometer setze ich mich doch nicht ins Auto und fahre nach Fahrenhorst.“

Dabei ist das Laufen eigentlich nur der Sport, um einigermaßen fit über den Winter zu kommen. Die große Leidenschaft des ehemaligen kaufmännischen Angestellter bei der Bremer Lagerhaus Gesellschaft (BLG) gehört dem Triathlon. Dort tritt er seit vielen Jahren schon für den Triathlon Club Bremen an. „Ich habe mal dran gedacht, zu den TriWölfen nach Stuhr zu wechseln, bin aber doch in Bremen geblieben, weil ich mich da wohl fühle“, meint der rüstige Ausdauersportler.

Was ungewöhnlich für Hinzmanns sportliche Karriere ist: Erst im Alter von 55 Jahren entdeckte er seine Liebe zum Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Sein erster Start war beim Silbersee-Triathlon in Stuhr. Und es stellten sich schnell Erfolge ein. 2004 wurde er Triathlon-Europameister (Langdistanz) der AK 65 in Immenstadt. Im gleichen Jahr holte er sich den Sieg über die Ironman-Distanz in Zürich und damit das Ticket zur legendären WM auf Hawaii. 2003 und 2004 war er zudem WM-Teilnehmer auf Madeira und in Neuseeland.

Die Gesundheit machte bisher immer mit. „Ich habe schon seit Jahren keine Tabeletten mehr genommen und mache noch alles im Garten“, sagt Hinzmann, der seit 50 Jahren in Stuhr wohnt. In diesem Jahr möchte er den Triathlon in Hamburg bestreiten und zudem die DM vor der Haustür in Bremen.

Ist Hinzmann auf etwas stolz? Ja. „Wenn mir bei den Wettkämpfen die viel jüngeren Kollegen sagen, dass sie in meinem Alter auch gern so fit sein möchten, dann bin ich schon stolz darauf.“  töb

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