„Sehr viele Einzelgespräche geführt“ / TuS Sulingen muss morgen in Uchte gewinnen

Brinkmann als Psychologe gefragt

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Skeptische Blicke hinter dunklen Sonnenbrillen getarnt: Sulingens Trainer Walter Brinkmann (re.) und Co-Trainer Thorolf Meyer (li.) haben derzeit alle Hände voll zu tun.

Sulingen - Highnoon in Uchte? Nein, dafür ist die Saison nun wirklich noch zu jung. Doch es wird langsam Zeit für Fußball-Landesligist TuS Sulingen; Zeit, morgen (16.00 Uhr) beim SC Uchte den ersten Saisonsieg einzufahren. Sonst wäre die Fehlstart-Katastrophe tatsächlich komplett. Und das will Trainer Walter Brinkmann freilich um jeden Preis verhindern.

Drei Spiele, drei Niederlagen, 2:6 Tore – vorletzter Tabellenplatz. Das ist für eine so ambitionierte Mannschaft wie die Sulinger zu wenig. Im Kellerduell gegen Aufsteiger Uchte (ein Platz besser, weil zuletzt ein 1:1 in Pattensen geholt wurde) muss nun die Wende her. Aber wie? Brinkmann hat für sich entschieden, nicht zurückzuschauen, sondern nach vorn zu blicken. „Natürlich haben wir uns intensiv mit den drei Niederlagen beschäftigt und sehr viele Einzelgespräche geführt, aber es macht keinen Sinn, nur nach hinten zu blicken“, sagt der Sulinger Trainer.

Die intensiven Einzelgespräche seien notwendig gewesen, „weil viele Spieler nicht ihr volles Leistungsvermögen abgerufen haben. Und wir haben jetzt versucht, sie ein wenig zu kitzeln“, so Brinkmann. Oder anders gesagt: bei der Ehre zu packen.

Brinkmann und sein Co-Trainer Thorolf Meyer sind derzeit also mehr als Psychologen gefragt. „Denn wir werden den Spielern jetzt auf keinen Fall vermitteln, dass wir in einer bedrohlichen Situation sind. Das sind wir auch noch nicht“, so Brinkmann. Aber hätten die Spieler das Gefühl, könnten noch Angst und Hemmungen hinzukommen. Und das dürfe in Uchte nicht passieren, „denn wir müssen dort erfolgreich sein“, fordert Brinkmann: „Und dort erwartet uns ein heißer Tanz.“

Nach dem jüngsten Remis in Pattensen wird der SC Uchte frische Motivation getankt haben, glaubt Brinkmann, „und daher wird es ein sehr kampfbetontes Spiel werden, in dem jeder für sich an seine Grenzen gehen muss“.

Zudem solle sich seine Mannschaft auf die Tugenden besinnen, die das A und O im Fußball darstellen: die Zweikämpfe gewinnen, antizipieren, Laufbereitschaft zeigen, positiv auftreten und sich gegenseitig lautstark anzufeuern.

„Nur so können wir auch als Mannschaft wieder erfolgreich sein“, weiß der 52-jährige Sulinger Trainer, der seine zum Teil verunsicherten Spieler morgen in Uchte in kein enges taktisches Korsett pressen will.

flü

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