Sehenswertes Finale gegen RB Leipzig / Stadtauswahl feiert endlich einen Sieg

3:2 – Schalker Knappen verteidigen „Diepholz-Cup“

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Siegerehrung mit Verantwortlichen und Gönnern (hintere Reihe v. l.): Jens Grill, Geschäftsführer der Firma Shera Werkstoff-Technologie, Johannes Geers von der RWE, Rainer Weghöft, stellvertretender Vorsitzender beim TuS Sankt Hülfe-Heede, Horst Gratz, Vorsitzender beim TuS Sankt Hülfe-Heede, und Turnier-Organisator Ludwig Siebe vom TuS Sankt Hülfe-Heede sowie die U13-Spieler des Bundesligisten FC Schalke 04, die das Turnier um den fünften Diepholz-Cup gewannen.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Schnellen und technisch starken Jugendfußball bekamen am Sonnabend 400 Zuschauer in der Walter-Link-Sporthalle in Diepholz zu sehen. Der FC Schalke 04 gewann das fünfte nationale U13-Fußball-Hallenturnier des TuS Sankt Hülfe-Heede, besiegte in einem sehenswerten Finale RB Leipzig mit 3:2 und holte sich nach 2014 erneut den Diepholz-Cup.

Den dritten Platz sicherte sich Hertha BSC dank eines 4:1-Erfolgs über den VfL Wolfsburg. Der Stadtauswahl Diepholz gelang in den Gruppenspielen beim 3:1 über den SV Werder Bremen der erhoffte Sieg. Am Ende sprang in diesem erlesenen Feld mit acht Bundesliga- und drei Zweitliga-Nachwuchsteams der zehnte Platz heraus.

Mit dem FC Schalke 04 und RB Leipzig standen die beiden besten Teams im Endspiel, sie hatten ihre Halbfinals jeweils mit 3:2 gegen Hertha BSC beziehungsweise VfL Wolfsburg gewonnen. Im Endspiel führte der Cupverteidiger nach Treffern von Ken Rayomba und Gianluis Di Fine mit 2:0, doch die Leipziger glichen zum 2:2 aus. Der überragende Ken Rayomba ließ mit seinem zweiten Treffer die Schalker Knappen jubeln.

Marc Gebler, Trainer des FC Schalke 04, freute sich über den Erfolg: „Das war beste Werbung für den Jugendfußball. Das Turnier hatte ein Top-Niveau, wir mussten in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen.“

Steuerte zum 3:1-Erfolg über den SV Werder Bremen zwei Tore bei: Elia Oeverhaus von der Stadtauswahl Diepholz.

Turnier-Organisator Ludwig Siebe vom TuS Sankt Hülfe-Heede strahlte nach einer „gelungenen Veranstaltung: „Das war noch einmal eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Alle Mannschaften wollen nächstes Jahr wiederkommen. Die Stadtauswahl Diepholz hat gut gespielt und endlich auch einmal ein Spiel gewonnen.“ Ähnlich sah es Rainer Weghöft, stellvertretender Vorsitzender beim TuS Sankt Hülfe-Heede: „Die Mannschaften kamen mir noch stärker vor als 2014. Die Leipziger waren eine Bereicherung, sie haben mir gut gefallen.“

In der Gruppe A kassierte die Stadtauswahl Diepholz zum Auftakt eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen den FC St. Pauli, führte dank eines Treffers von Elia Oeverhaus mit 1:0. Beim Stand von 1:1 scheiterte Finn Plümer mit einer guten Chance an St. Paulis Torhüter Emre Boz. „Die bessere Mannschaft hat verloren“, urteilte Auswahl-Trainer Thorsten Spiller.

Oeverhaus trifft doppelt gegen SV Werder Bremen

Doch in der zweiten Begegnung klappte es mit dem ersehnten Sieg. Zwar gerieten die Gastgeber gegen den SV Werder Bremen mit 0:1 in Rückstand, aber dann drehten Elia Oeverhaus (2) und Max Ritter den Spieß zum umjubelten 3:1 um. „Die Jungs haben eine gute Antwort auf die Auftaktniederlage gegeben“, freute sich Auswahl-Trainer Jürgen Dieckmann über den Erfolg. „Endlich haben wir das erreicht, was wir wollten – nämlich einen Sieg“, unterstrich Thorsten Spiller, der Torhüter Markus Nierentz, der sich als Rückhalt erwies, lobte.

Erzielte mit diesem Schuss ins lange Eck das Tor zum zwischenzeitlichen 1:2 gegen den VfL Wolfsburg: Niklas Poschmann (l.) von der Stadtauswahl Diepholz. Fotos (2): Borchardt

In den folgenden Begegnungen war bei der Stadtauswahl Diepholz die Konzentration nicht mehr so hoch, es gab Niederlagen gegen Hertha BSC (0:3) und Eintracht Frankfurt (0:5). Im fünften Gruppenspiel verkürzte Niklas Poschmann zwar zum 1:2, doch der VfL Wolfsburg behielt letztendlich mit 3:1 die Oberhand. „Gegen Wolfsburg lag mehr drin“, urteilte Thorsten Spiller. Im Spiel um Platz neun gegen Hannover 96 ließen die heimischen U13-Kicker zu viele Chancen ungenutzt, wurden am Ende beim 0:3 mehrfach ausgekontert. „Wir sind rundum zufrieden. Ein Spiel wollten wir diesmal gewinnen – das haben wir geschafft“, zog Thorsten Spiller nach dem Turnier Bilanz. Den besten Eindruck bei der Stadtauswahl hinterließen der dreifache Torschütze Elia Oeverhaus und Torwart Markus Nierentz.

Bei der Siegerehrung bekamen alle zwölf Mannschaften Pokale, außerdem erhielt jeder Spieler noch einen USB-Stick. Zum besten Torwart avancierte Emre Boz (FC St. Pauli). Er freute sich genauso über eine Trophäe wie Ken Rayomba (FC Schalke 04) als stärkster Spieler. „Das hat er sich verdient“, sagte sein Trainer Marc Gebler. Die Torjägerkanone holte sich Bennet Haffke (RB Leipzig), der gleich 14 Mal ins Schwarze traf. Auf zehn „Buden“ kam Gianluis Di Fine (FC Schalke 04). Und neun Tore schoss Armindo Sieb (RB Leipzig).

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