4:0 – Seckenhausen schüttelt Vilsen ab / Meyer grollt: „Kollektives Versagen“

Züdel und Wagner die Besten im „besten Spiel“

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Zwei Tore – und ab nach Südafrika: Seckenhausens Steffen Züdel.

Seckenhausen - Der eine Trainer war begeistert, der andere einigermaßen schockiert. Während Torben Budelmann seine TSG Seckenhausen-Fahrenhorst gestern in den höchsten Tönen lobte, rechnete Jörn Meyer mit seinem SV Bruchhausen-Vilsen sehr deutlich ab. Kein Wunder, denn der Tabellenvierte hatte beim Dritten klar mit 0:4 (0:2) verloren – das Verfolgerduell in der Fußball-Kreisliga war eine extrem einseitige Angelegenheit.

Dabei hatte sich Vilsen einiges vorgenommen. „Wir waren uns vorher alle einig, dass wir die Mannschaften über uns noch mal ein bisschen unter Druck setzen wollen“, sagte Meyer, der dann aber das genaue Gegenteil eines couragierten Auftritts sah. „Wir haben uns vorführen lassen. Das war desaströs, kollektives Versagen. Ich bin mega gefrustet. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit überhaupt nicht stattgefunden“, ärgerte sich Meyer und fügte noch an: „Da hätte man am Sonntagnachmittag auch irgendwo Kaffeetrinken gehen können – das hätte sicher mehr Spaß gemacht.“

Seinem Kollegen Budelmann gefiel es auf der Seckenhauser Sportanlage dagegen außergewöhnlich gut. „Die ersten 15 Minuten waren überragend, die besten der gesamten Saison. Das ganze Spiel war das wohl beste der Saison. Wir haben Vilsen durchgehend beackert und nie zur Entfaltung kommen lassen“, sprudelte es aus dem TSG-Spielertrainer geradezu heraus. Und die Hausherren vergaßen auch nicht, ihren Einbahnstraßenfußball mit entsprechenden Erfolgserlebnissen zu garnieren. Bereits in der vierten Minute ging Seckenhausen in Führung. Felix Wagner hatte vorgelegt, Steffen Züdel vollstreckt (4.). Kurz vor der Pause ging’s andersrum: Assist Züdel, Treffer Wagner – 2:0 (43.). Die offensiven Seckenhauser Außenspieler machten gestern den Unterschied. „Die beiden“, lieferte Budelmann den nächsten Superlativ, „haben ihr bestes Spiel in diesem Jahr gemacht. Und sie haben sich dafür belohnt.“

Besonders freute sich der Coach für Züdel, der sein vorerst letztes Spiel im Seckenhauser Trikot bestritt und deswegen auch die Kapitänsbinde tragen durfte. „Steffen geht für drei Monate nach Südafrika. Das war natürlich eine perfekte Abschiedsvorstellung“, meinte Budelmann. Und die krönte Züdel nach dem Seitenwechsel mit dem Tor des Tages. Er wollte eigentlich flanken, doch der Ball rutschte ab – und segelte direkt in den Winkel. „So etwas kommt dann auch noch dazu“, stöhnte Meyer. Nico Kiesewetter erhöhte sogar noch auf 4:0 für Seckenhausen (68.).

Bei vier Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten TV Neuenkirchen und sechs auf Spitzenreiter SV Mörsen-Scharrendorf hat die TSG weiter zarte Aufstiegshoffnungen. „Ich bin Realist, kein Träumer“, sagte Budelmann: „Mörsen und Neuenkirchen sind momentan sehr stark. Aber wenn einer einen Fehler macht, sind wir vielleicht da.“ Für Vilsen geht es nur noch darum, „die Saison mit Anstand zu Ende bringen“, forderte Meyer: „Das muss dann aber ganz anders aussehen als heute.“

mr

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