C-Junioren mit Turniersieg nach fünf vergeblichen Anläufen 

Sechsmal ist Bremer Recht: Werder gewinnt das Masters

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Sebastian Otte und Thomas Halfbrodt (v. l.) sowie Mark Kürble vom Sponsor VGH, Stefan Hebbeler als Bereichsleiter Vertrieb der unterstützenden Stadtwerke (3. v. r.) und Turnierleiter Patrick Kürble gratulierten Werder-Kapitän Brian Woschek zum Sieg sowie dem besten Torhüter Philipp Schulze (M.), dem besten Spieler Don Nweke (4. v. l.) und Torschützenkönig Igor Matanovic (3. v.l.).

Rehden - Von Cord Krüger. „Werder“-Sprechchöre schallten durch die Rehdener Halle in den Waldsportstätten, viele der 300 Zuschauer waren noch bis zur Siegerehrung auf den Tribünen geblieben, klatschten und freuten sich mit den C-Junioren des Bremer Bundesligisten, der Sonntagmachmittag um den Wanderpokal tanzte. Im sechsten Versuch hatten die Grün-Weißen das Hallenmasters des JFV RWD (Rehden-Wetschen-Diepholz) gewonnen.

Und das, meinte Werder-Coach Uwe Papencord, wurde auch mal Zeit: „Wir sind ja Stammgast, seitdem es das Turnier hier gibt – weil es immer gut organisiert ist und eine hohe Qualität im Teilnehmerfeld hat.“ Den Erfolg bezeichnete er als „verdient, weil wir mit die meisten Spielanteile hatten und nicht viel zugelassen haben“. Mann des Endspiels gegen Hertha BSC war Timon Widiker, der mit gefühlvollem Heber zum 1:0 traf. Dabei blieb’s.

Für die U 15 des gastgebenden JFV sprang am Ende nur der zehnte und letzte Platz heraus. Dabei hatte das Turnier aus Rehdener Sicht vielversprechend begonnen – mit einem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg. Maris Thiry hatte mit seinem Tor dieses Remis gegen den starken Bundesliga-Nachwuchs erzwungen. Anschließend musste sich die Mannschaft von Patrick Brüggemann mit 2:3 dem FC St. Pauli beugen und lag in der nächsten Partie schon früh mit 0:2 gegen den VfL Osnabrück zurück. Doch die Hausherren bisschen sich rein, kämpften sich dank der Tore von Niklas Poschmann und Silas Blumberg auf 2:2 heran. Doch zum Sieg reichte es nicht mehr – und dadurch war Rehden schon raus. Im Spiel um Platz neun stand es bis zur Schlussminute gegen Preußen Münster 0:0, doch Kevin Ostendorf schoss das Brüggemann-Team mit dem 1:0 auf Position zehn.

Niklas Poschmann (r.) und der gastgebende JFV wurden Zehnter.

In der Gruppe A hatte Werder den stärksten Eindruck hinterlassen und sich mit drei Siegen Platz eins gesichert. Da fiel dann auch das heftige 0:4 im Nordderby gegen Erzrivale Hamburger SV nicht mehr weiter ins Gewicht. „Ansonsten haben wir mit die konstanteste Leistung im Turnier abgerufen“, freute sich Trainer Papencord.

Im Halbfinale belauerten sich die Bremer lange mit den Wolfsburgern. Taktisch waren die zehn Minuten sehenswert, aber eben torlos. So ging’s ins Neunmeterschießen, das Werder dank eines von Keeper Louis Lord gehaltenen Schusses mit 3:1 gewann. Im zweiten Halbfinale zwischen dem Hamburger SV und Hertha legten die Berliner schnell ein 2:0 vor, doch die Hanseaten glichen aus. Im Neunmeterschießen avancierte der Kleinste aller Keeper zum Helden: Herthas Marten Schulz parierte einen Ball, so dass die Hauptstädter ein 5:4 bejubelten.

Im Spiel um Platz sieben bogen die Oldenburger einen 0:1-Rückstand gegen den VfL Osnabrück und setzten sich mit 2:1 durch. „Die Jungs haben sich gegen die Teams aus den Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten gut verkauft“, bilanzierte JFV-Trainer Faruk Sahan. Zudem lobte er die Organisatoren: „Kompliment an die Ausrichter. Wir haben uns rundum wohl gefühlt, die Infrastruktur hier war top. Für meine Mannschaft war es schön, sich mal mit Bundesliga-Nachwuchs zu messen.“ 

Zu einem regelrechten Krimi entwickelte sich das „kleine Finale“ um Platz drei: Nach dem 1:1 in regulärer Spielzeit mussten Wolfsburg und der HSV ins Neunmeterschießen, das die Wolfsburger mit 7:6 und erst nach je elf Schüssen gewannen. VfL-Keeper Philipp Schulze hielt dabei drei Schüsse. Er sicherte sich auch deshalb den Preis des besten Torhüters. Torschützenkönig wurde St. Paulis Igor Matanovic mit fünf Treffern. Herthas Don Nweke kürte die Turnierleitung zum besten Spieler.

Als sich die Teams von Hauptorganisator Patrick Kürble verabschiedeten, heimste der JFV-Vorsitzende jede Menge Lob für den Tag ein. Doch er gab das postwendend zurück: „Wir haben guten Fußball gesehen, das sind alles tolle Kicker, es gab keine bösen Fouls – wir sind zufrieden.“

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