Stuhrer geht in Hamburg erstmals an den Start

Sebrantke wagt sich auf die Ironman-Distanz

Ein starkes Team (v.l.): Oliver Sebrantke, sein Vater Erhard Sebrantke und Schwimmtrainer Gerhard Breuner.
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Ein starkes Team (v.l.): Oliver Sebrantke, sein Vater Erhard Sebrantke und Schwimmtrainer Gerhard Breuner.

Stuhr - Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr) finishte beim 24. swb-Silbersee-Triathlon auf der olympischen Distanz auf Rang 16. Auch er brauchte im Ziel erst einmal einen Moment um sich zu erholen.

Was ihn selbst allerdings am allerwenigstens verwunderte. Denn den Wettkampf bestritt er aus dem vollen Training heraus, wie er erzählte. Samstags laufe er stets seinen Trainingsmarathon, diesmal war die Runde nur etwas kürzer. Viel bringt viel sei schon immer sein Motto gewesen. Sein Erfolgsrezept brachte ihm unter anderem sechs Siege beim Bremen-Marathon ein. Seitdem Oliver Sebrantke als Triathlet unterwegs ist, trainiert er noch mehr als zuvor als reiner Läufer.

Täglich ein Halbmarathon, Samstags ein Marathon

Vor rund zehn Monaten meldete sich Sebrantke gemeinsam mit Vereinskollegen zum Ironman Hamburg an. Die Ironman-Premiere in der Hansestadt ist zugleich die Langdistanz-Premiere des Stuhrers. Mit der Erfahrung von zwei Mitteldistanzen begibt er sich am 13. August als Rookie zum ersten Mal in den Wettkampf über 3,8 km Schwimmen, 180 km auf dem Rad mit anschließendem Marathonlauf.

Aus seiner Vorbereitung auf Hamburg macht der 41-Jährige kein Geheimnis. Sie lief, so Sebrantke, nach einem im Wesentlichen feststehenden Muster ab: Elf Trainingseinheiten wöchentlich, in der Woche wird grundsätzlich täglich die Halbmarathondistanz gelaufen, Samstag ist Marathontag und Sonntag waren es regelmäßig um 180 km auf dem Rennrad. Hinzu kamen die Schwimmeinheiten. Aufstehen um 5.30 Uhr, Trainingsbeginn um 6.30 Uhr im Bremer Stadionbad, mit Neo, das Wasser ist sonst zu kalt für bis zu vier Trainings-kilometer. Einen Grund, hier zu kneifen, fand Sebrantke nicht: „Schließlich bin ich seit vier Monaten verletzungsfrei. Und mit Gerhard Breuner haben wir einen exzellenten Schwimmtrainer, der durch uns erst richtig Triathlon kennengelernt hat.“ Mit „wir“ sind in diesem Zusammenhang die Trainingspartner Mario Lawendel und Kay Schwarzer gemeint. Beide werden ebenfalls in Hamburg an den Start gehen, ebenso unter anderem Jan Neubauer, der in 9:30:24 Stunden der bislang schnellste Ironman im Tri-Wölfe-Trikot ist.

Trainingspartner sehen sich nicht als Konkurrenten

Von einer Konkurrenz durch seine Teamkollegen will Oliver Sebrantke im Hinblick auf Hamburg nicht sprechen: „Wir sind Trainingspartner, und jeder startet ja in seiner eigenen Altersklasse.“ Konkurrenten hat Sebrantke in seiner AK 40 mit „geschätzten 600 bis 700“ genug. Dort möchte er sich behaupten: „Natürlich zählt zu allererst das Finish. Na ja, vielleicht mit einer Zeit um zehn Stunden …, 9:30 Stunden wären natürlich auch klasse.“

40 Slots zur Ironman-WM auf Hawaii werden in Hamburg quer über alle Altersklassen vergeben. „Wer sich qualifizieren will, hat es woanders leichter als bei der starken Besetzung in Hamburg“, vermutet Sebrantke. Immerhin hat sich der Stuhrer informiert, wie schnell die AK 40er dafür beim Ironman Frankfurt sein mussten: „9:13 Stunden, und die Strecke in Frankfurt war kürzer.“ Aber er will ja gar keine Gedanken an Hawaii verschwenden. Es würde auch gar nicht in den Terminplan passen, da sind längst der Bremen-Marathon und der Athen-Marathon notiert.

el

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