Reuter läuft bei Schneetreiben in Kiel neue Bestzeit und belegt den dritten Platz

Sebrantke beginnt neues Marathonjahr mit einem Sieg

Präsentieren Präsentkörbe und Trophäen nach der Siegerehrung in Kiel: Die beiden Marathonläufer Oliver Sebrantke und Arne Reuter, die die Plätze eins und drei belegten.
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Präsentieren Präsentkörbe und Trophäen nach der Siegerehrung in Kiel: Die beiden Marathonläufer Oliver Sebrantke und Arne Reuter, die die Plätze eins und drei belegten.

Kreis-Diepholz - KIEL · Wie kann man im Februar in Norddeutschland  einen Marathon laufen? Ob das gut gehen würde, daran zweifelten Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr) und Arne Reuter (SC Weyhe) dann doch etwas, als sie beim 19. famila-Kiel-Marathon im Schneetreiben und bibbernd vor Kälte auf ihren Start warteten. Es ging überraschend gut: In 2:39:38 Stunden begann Sebrantke sein neues Marathonjahr gleich mit einem Sieg. Reuter schaffte als Dritter in 2:49:52 Stunden eine neue Bestzeit – und das mit einem spektakulären Zieleinlauf.

Im Winter bei Eiseskälte läuft man keine Marathonbestzeit. Erst recht nicht auf einer extrem windanfälligen Wendepunktstrecke wie in Kiel. Das versuchte Oliver Sebrantke seinem Mitstreiter Arne Reuter klar zu machen, als sich beide zum Start in Kiel verabredeten. Doch Reuter warf alle Theorien des weitaus erfahreneren Stuhrers über den Haufen. Bis 500 Meter vor dem Ziel lag er noch an fünfter Stelle. Dann tauchte der Läufer vor ihm auf, der lange Zeit an dritter Stelle gelegen hatte. „Er war angeschlagen“, stellte Reuter fest. Prompt vergaß er die eigenen Schmerzen in den Beinen und zog vorbei . „Ich konnte mein hohes Tempo halten“, freute sich Reuter trotz des eigentlich undankbaren vierten Ranges.

Äußerst kurioser

Zieleinlauf

Was dann passierte, war kurios: Der an dritter Position liegende Läufer verpasste den Zielkanal und lief auf dem Marathonkurs weiter. Als ihm sein Fehler klar wurde, kletterte er über die Absperrung, lief von hinten über die Ziellinie und kam Reuter damit fast genau auf dem Zielstrich entgegen.

Der unkorrekte Zieleinlauf wurde von der Jury mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden geahndet. Damit bekam Reuter auch noch offiziell den dritten Platz zuerkannt. Glücklich war der 37-Jährige aber vor allem über seine neu aufgestellte Bestzeit: „Und das bei diesen sehr winterlichen Bedingungen. Die Saison hat ja noch gar nicht begonnen.“

Weniger spektakulär, dafür als unangefochtener Sieger beendete Sebrantke sein Rennen. Der Stuhrer hatte sich gleich an die Spitze des Feldes gesetzt. Dennoch war sich der 36-Jährige seiner Sache nicht sicher, aufgrund von Kniebeschwerden, die ihm schon beim Crosslauf in Syke beeinträchtigt hatten.

Nach 37 Kilometer setzte er sich von seinem ärgsten Konkurrenten ab. „Ich war froh, dass ich keinen großen Druck machen musste. Ich wollte nur gewinnen, egal mit welcher Zeit“, erklärte Sebrantke nach seinem Finish mit rund eineinhalb Minuten Vorsprung. Für ihn war es im 33. Marathon der 14. Gesamtsieg. · el

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