Rehden in Oberneuland extrem souverän - 3:1

Seatons Sonntagsschuss sorgt für Ruhe

Rein ins Glück: Nach nur 16 Sekunden erzielte Michael Seaton das 1:0 für den BSV Rehden.
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Rein ins Glück: Nach nur zwölf Sekunden erzielte Michael Seaton das 1:0 für den BSV Rehden.

Gut für die Nerven: Nach dem Aufreger-Spiel gegen Werder Bremen II ging es diesmal ruhiger zu für die Regionalliga-Fußballer des BSV Rehden. Das Team von Trainer Andreas Golombek gewann äußerst souverän mit 3:1 in Oberneuland. Ein Offensivspieler ragte dabei heraus.

Bremen – Ob es an den Handschuhen lag, die Michael Seaton als einziger Feldspieler trug? Wohlbemerkt bei zwölf Grad Celsius. Jedenfalls war der Jamaikaner direkt auf Betriebstemperatur. Nach zwölf Sekunden (!) nahm Seaton aus mehr als 20 Metern Maß und drosch den Fußball an die Unterkante der Latte, von wo aus dieser hinter die Torlinie tickte. Damit führte der BSV Rehden mit 1:

0. Seaton steuerte später noch zwei Tore zum 3:1 (2:0) bei und war somit der Matchwinner der Schwarz-Weißen im Regionalliga-Auswärtsspiel beim FC Oberneuland. „Wir waren heute einfach das bessere Team“, freute sich Rehdens Fußballlehrer Andreas Golombek. Oberneulands Trainer Kristian Arambasic verteilte „Glückwünsche zum verdienten Sieg“ und sprach die erste Szene des Spiels an: „Von diesem Sonntagsschuss mussten wir uns erst einmal erholen.“

Voll dabei im Rennen um die Meisterrunde

Das klappte so lala. Die Gastgeber, die extrem ersatzgeschwächt in die Partie gegangen waren, versuchten zwar immer alles, ließen sich nie hängen, stießen fußballerisch an diesem Samstagnachmittag aber doch deutlich an ihre Grenzen. Rehden reichte eine abgeklärte Leistung, um im Kampf um Platz fünf, der zur Teilnahme an der Meisterschaftsrunde berechtigt, voll dabei zu sein. „Gerade mit Blick auf das 1:1 gegen Werder II, wo wir wirklich viel Kraft und Energie gelassen haben, zolle ich meinen Jungs Respekt, wie sie heute dieses Ding hier gezogen haben.“

War es gegen Bremens Zweitliga-Reserve noch ein Spiel – umstrittener Platzverweis für Rehden, Gegentor per Foulelfmeter in der siebten Minute der Nachspielzeit – wie ein Mate-Tee gewesen, gab es diesmal in Oberneuland eher Kamillen-Tee.

Fehlervermeidung an erster Stelle

Mit dem frühen 1:0 im Rücken konnten es die Gäste gemächlich angehen lassen. Und das forderte Golombek auch von der Seitenlinie aus. „Ruhig bleiben“, rief er seinen Spielern zu: „Spielt den Ball in den eigenen Reihen.“ Rehden war somit um ein kontrolliertes Aufbauspiel bemüht. Pierre Becken ließ sich als Sechser immer wieder zwischen die Innenverteidiger Angelos Argyris und Jan Roschlaub fallen, machte das Spiel mit Flachpässen breit oder trieb auch mal mit Chipbällen das vertikale Spiel an. An erster Stelle stand für Rehden aber die Fehlervermeidung. Großes Risiko war nach dem 1:0 nicht mehr nötig. Und in der 40. Minute jubelten die Gäste erneut, als ein Oberneuländer bei einem Klärungsversuch auf der Linie Seaton anschoss – und der Ball von seinem Fuß aus zum 2:0 im Netz landete. „So kurz vor der Pause war das natürlich nicht verkehrt für uns“, sagte Rechtsverteidiger Marco Kaffenberger. Ein Tor zum psychologisch wichtigem Zeitpunkt heißt es ja so schön. Und davon gab es noch eins. Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel drückte Seaton nach einer Ecke den Ball über die Linie – 3:0. Das Ding war durch.

Oberneuland wurde immerhin noch etwas für seine starke Moral belohnt, als Tom Trebin einen Elfmeter, Roschlaub hatte Alessio Arambasic im Strafraum gefoult, zum 1:3 (90.) verwandelte. „Im Großen und Ganzen war das heute von uns ein dominanter Auftritt“, analysierte Kaffenberger zutreffend. Trainer Golombek freute es: „Wir haben es heute echt clever gemacht. Wir haben uns nicht in Konter locken lassen und haben beharrlich auf unsere Lücken gewartet.“ Es muss ja nicht immer Drama sein.

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