16-Jährige holt als Nachrückerin Mannschaftsgold bei EM

Schwierkings Märchen am Mittelmeer

Ein starkes Team: Kenya Schwierking und ihre Stute Cecil haben bei der Europameisterschaft im spanischen Oliva mit der Mannschaft den Titel geholt.
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Ein starkes Team: Kenya Schwierking und ihre Stute Cecil haben bei der Europameisterschaft im spanischen Oliva mit der Mannschaft den Titel geholt.

Dressurreiterin Kenya Schwierking aus Barver hat mit dem deutschen U18-Team bei der Europameisterschaft im spanischen Oliva Mannschaftsgold gewonnen. In der Einzelwertung ist die 16-Jährige vom RV Wagenfeld mit ihrer Stute Cecil bis in das Kür-Finale eingezogen. Dabei war eine Teilnahme an dem Championat in der Provinz Valencia nicht geplant und schien auch nicht in Reichweite.

Barver – „Unglaublich“, sagt die Kenya Schwiering und ist immer noch sprachlos. Eigentlich hatte nach dem „Preis der Besten“ in Warendorf und den „Future Champions“ in Hagen festgestanden, welche Paare Deutschland bei der Nachwuchs-Europameisterschaft in der Dressur vertreten sollten. Bei den Junioren fielen jedoch die Westfälin Shona Benner und ihr Pferd Brisbane aus. Ihren Platz im deutschen Team hat die AG „Nachwuchs“ im Dressurausschuss des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei an Kenya Schwierking vergeben.

In der Mannschaftsaufgabe präsentierte sich die jüngste Reiterin im deutschen Juniorenteam mit ihrer erst neunjährigen Oldenburger Stute beeindruckend und erreichte 72,606 Prozent. „Wir haben bewiesen, dass wir dort hingehörten. Die Stute war super konzentriert“, freut sich Kenya Schwierking.

In der zweiten Wertungsprüfung, der Einzelwertung, landeten beide mit 72,794 Prozent an neunter Stelle. Damit hatte sich das Paar für die abschließende Kür qualifiziert. 73,115 Prozent bedeuteten dort Rang 14. „Da war die Kraft doch etwas weg, trotzdem waren wir noch platziert“, erklärt die Pferdesportlerin.

Ich war schon total happy, dass ich bei den ‚Future Champions‘ reiten durfte“

Mit der Europameisterschaft hat Kenya Schwierking ihre selbst gesteckten Ziele für dieses Jahr bei weitem übertroffen. „Ich war schon total happy, dass ich bei den ‚Future Champions‘ reiten durfte“, verdeutlichte sie.

Die Emotionen und Erfahrungen aus Spanien in Worte zu fassen, fällt der 16-Jährigen schwer. „Das lässt sich nicht beschreiben, das war Gänsehautgefühl pur.“ Die Europameisterschaft sei rundherum gelungen gewesen, angefangen von der märchenhaften Kulisse mit Palmen, Bergen und dem Mittelmeer in der Nähe bis hin zum Zusammenhalt im deutschen Team.

Die Jugendliche aus Barver hat bereits 2018 und 2019 erfolgreich die deutschen Farben bei Europameisterschaften vertreten, dort allerdings in der Altersklasse Children und mit dem erfahrenen Wallach Dinos Boy. Dass Kenya Schwierking bei den Junioren mit einem jungen Pferd erneut ein direkter Durchmarsch bis in den Spitzensport gelingen würde, damit hatte sie nicht gerechnet.

Die Stute bekommt jetzt erst einmal eine wohlverdiente Pause. Kenya Schwierking startet jedoch schon am Wochenende wieder, dann bei der hannoverschen Landesmeisterschaft in Luhmühlen mit einem Nachwuchspferd. „Ursprünglich war die Landesmeisterschaft mit Cecil unser Plan. Jetzt ist es einfach nur Spaß“, merkt die junge Sportlerin an. Wer konnte auch ahnen, dass eine Europameisterschaft die ursprünglichen Pläne durchkreuzt?

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