Sieg beim S*-Springen in Aschen

Schwentker sogar schneller als Kutscher

In einem weiteren S*-Springen siegte Harm Lahde vom RV Aller-Weser. Der Chefbereiter vom Gestüt Eichenhain in Blender (im Bild auf Mr. Calando) erwies sich insgesamt als fleißiger Schleifensammler in Aschen.
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In einem weiteren S*-Springen siegte Harm Lahde vom RV Aller-Weser. Der Chefbereiter vom Gestüt Eichenhain in Blender (im Bild auf Mr. Calando) erwies sich insgesamt als fleißiger Schleifensammler in Aschen.

Aschen - Den Sieg sparte sich Mathis Schwentker bis zum Schluss auf. Auf dem Hannoveraner Quix gewann der gebürtige Kirchdorfer das abschließende S*-Springen mit Stechen in Aschen. Damit setzte sich der 28-Jährige, der für den RFV Nendorf startet, gegen namhafte Konkurrenz durch. Große Namen und Topsport waren einmal mehr das Markenzeichen des vierten Turniers der Saison auf der Anlage von Nicky von Roesgen und Marcel Kettnaker.

34 Teilnehmer hatten sich in die Starterliste des S*-Springens mit Stechen eingetragen. Sieben blieben im Umlauf fehlerfrei. So schnell wie Mathis Schwentker und sein zehnjähriger Wallach war im Finale kein anderes Paar, auch Marco Kutscher vom ZRFV Riesenbeck nicht. Der mehrfache Deutsche Meister, Europameister und Bronzemedaillen-Gewinner bei Olympia aus Bad Essen holte auf Backwoods Challenger Rang drei. Zwischen Schwentker und Kutscher auf Platz zwei schob sich Jessica Freye von der TG Bad Zwischenahn auf Quimerico Chico.

Ein weiterer Höhepunkt des Turniers war die Qualifikation zum Bundeschampionat für fünf- und sechsjährige Springpferde. Hier brillierte Patrick Stühlmeyer aus Steinfeld mit Beach Boy und Meganus PS. Die Wertnoten 9,5 und 9,0 auf der Skala bis 10,0 vergaben die Unparteiischen für die beiden Pferde unter dem diesjährigen Bronzemedaillengewinner der Deutschen Meisterschaft der Springreiter.

Solche Noten gibt es nicht so oft.

Turnier-Veranstalter Marcel Kettnaker zu den Wertungen von Patrick Stühlmeyer.

„Solche Noten gibt es nicht so oft“, gab Marcel Kettnaker zu. Der Aschener hat mit dem Westfalen Concorde SR ebenfalls ein Pferd für das Bundeschampionat qualifiziert, sein Stallpartner Mathis Schwentker mit Genius Express und Clintina gleich zwei. „Das Bundeschampionat ist für junge Pferde ein Schritt in Richtung des großen Sports“, verdeutlichte Kettnaker. Für Züchter und Besitzer sei es ein besonderes Prädikat, ein Pferd beim Bundeschampionat in Warendorf am Start zu haben.

Neben Stühlmeyer war auch der amtierende Deutsche Meister, Tobias Meyer aus Friesoythe, in Aschen zu Gast. „Für Maximilian Weishaupt aus Bayern war es zu weit“, sagte Kettnaker und schmunzelte, „sonst hätten wir alle drei Medaillengewinner der diesjährigen Deutschen Meisterschaft in Balve hier gehabt.“

Karen Westermann vom RFV Ströhen war mit der Nullrunde von Quilara B im L-Springen und Platz zwei sehr zufrieden. Im Punkte-M**-Springen holte das Paar Rang drei.

„Die großen Namen zeigen uns, das Turnier wird wahrgenommen“, freuten sich Nicky von Roesgen und Kettnaker. Jemand habe die Veranstaltung als „Klein Kasselmann“ bezeichnet, in Anspielung auf das renommierte Turnier Horses & Dreams auf dem Hof Kasselmann in Hagen am Teutoburger Wald. „Das ist für uns ein tolles Lob“, unterstrich das rührige Paar.

13 Prüfungen standen auf der Zeiteinteilung des viertägigen Sommerturniers unter dem Dach des RV Diepholz. Rund 800 Nennungen lagen vor. „Wir haben das Turnier noch nachträglich für Amateure öffnen dürfen“, erklärt Nicky von Roesgen. Am Start seien aber nur ganz vereinzelt Nicht-Berufsreiter gewesen.

Zwei weitere Turniere gibt es in dieser Saison in Aschen noch. Ein gemischtes für Profis und Amateure ist für den 30. Juni bis 1. Juli angemeldet, ein nahezu reines Amateurturnier für den 6. bis 8. August. „Damit wir auch noch zu unserem Wisloh Cup kommen“, merkte Marcel Kettnaker an. Jeweils die an erster bis dritter Stelle Platzierten einer A- und L-Tour gewinnen bei diesem Turnier einen Springlehrgang bei Nationenpreisreiterin Laura Klaphake.

Im M**-Springen verhinderte ein Zeitfehler eine vordere Platzierung. Doch danach gewann Mathis Schwentker das abschließende S*-Springen mit Stechen.

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