Rückkehr in Bassumer Bundesliga-Kader ist perfekt / Finne Kallio wechselt

Schwenker will es wieder wissen

Comeback: Martina Schwenker zählt demnächst wieder fest zum Bassumer Kader in der Bundesliga. Foto: bremer

Bassum - Von Gerd Töbelmann. Eigentlich sind die Luftpistolen-Schützen des SV Bassum von 1848 ja in der Corona-Krise noch gut weggekommen: Die Saison in der Bundesliga Nord konnte regulär beendet werden, und die neue Serie soll erst Mitte Oktober starten. Okay, im Moment kann auf der Bassumer Anlage nicht wie gewohnt trainiert werden, aber das könnte sich mit zunehmenden Lockerungen der Beschränkungen vielleicht bald geben.

Vor gut einer Woche trafen sich wichtige Funktionsträger, um in einer Videokonferenz über den Fortgang der Bundesliga zu diskutieren. Vom Deutschen Schützenbund (DSB) waren Vizepräsident Gerhard Furnier (unter anderem für die Bundesliga zuständig) und Ligaleiter Norbert Link zugeschaltet. Als Vertreter der zwölf Nordvereine der Luftpistolen-Bundesliga nahm 1848-Trainer Jens Voß an der Konferenz teil.

„Wir haben zwei Stunden lang gesprochen und viele Einzelthemen auf den Tisch gelegt“, erklärte der 55-Jährige, der früher auch viele Jahre lang Sportleiter in Bassum war. Nachdem verschiedene Varianten zur Durchführung der Bundesliga besprochen wurden, soll nun am 15. Juni eine Entscheidung darüber getroffen werden. Dabei stehen drei Modelle auf dem Zettel.

Modell 1: Es wird auf eigenen Ständen mit oder ohne Publikum geschossen.

Modell 2: Die Wettkämpfe werden mit Publikum im Landes- oder Bundesleistungszentrum ausgetragen. Bassum hätte es da nicht weit, weil das Landesleistungszentrum in der Lindenstadt beheimatet ist.

Modell 3: Wie Modell 2, aber ohne Publikum.

Um die Saison zu kompremieren, schildert Voß noch eine weitere Alternative: „Wir haben auch darüber gesprochen, dass man an einem Wochenende vielleicht vier statt wie bisher höchstens zwei Wettkämpfe durchführt.“ Nach dem vorläufigen Spielplan des DSB hätte Bassum sehr gute Chancen, auf der eigenen Anlage antreten zu dürfen, denn der Heimwettkampf wurde zunächst auf den 16./17. Januar 2021 terminiert.

Der Meldeschluss für die Vereine ist der 1. Juli. Das gilt aber nur für die Team-Nennung mit mindestens fünf Einzelschützen. Bis zum 15. September können noch deutsche Sportler nachnominiert werden. Athleten aus dem Ausland müssen aber schon bis spätestens 31. August gemeldet werden.

Die Sponsoren              haben signalisiert, dass sie zur Stange halten.Bassums Trainer Jens Voß zu der Frage, ob der Etat der Lindenstädter gesichert ist.

Mittlerweile sieht es auch so aus, dass alle zwölf startberechtigten Teams dabei sein werden. Ausgerechnet hinter der Braunschweiger SG als Ti-

telverteidiger stand aber lange Zeit ein Fragezeichen. Die

Braunschweiger müssen gleich für drei Teams aus der 1. oder 2. Bundesliga (Luftpistole/Luftgewehr) einen Etat auf die Beine gestellt bekommen. In Corona-Zeit mit vielleicht wegbrechenden Sponsorengeldern kein leichtes Unterfangen. „Auf der Videokonferenz sickerte aber durch, dass deren Luftpistolen-Mannschaft wohl dabei sein wird“, berichtet Voß.

Bei seinen Bassumern ist der Etat gedeckelt: „Die Sponsoren haben allesamt signalisiert, dass sie zur Stange halten. Das freut uns natürlich sehr. Wir haben aber auch im Vergleich zu den Braunschweigern einen sehr viel kleineren Etat.“

Und auch in Sachen Kaderplanung hat Voß seine Hausaufgaben gemacht. Momentan sieht es so aus, als würde nur Joonas Kallio den Verein verlassen. Der Finne hat sich abgemeldet und wird wohl bei einem Club aus der Südstaffel anheuern. „Welcher das ist, hat Joonas uns nicht gesagt“, meinte Voß.

Der 55-jährige Trainer hat folgende Schützen im Kader: Marcus Errebo Jensen, Artur Gevorgjan, Valerij Samojlenko, Martin Mohnke, Sebastian Wollenhaupt, Denis Rother, Thomas Hoppe, Sascha Sandmann und Albert Grieskamp.

Konzentration für einen anderen Club: Der Finne Joonas Kallio wird Bassum verlassen und wechselt in die Südstaffel. Foto: krüger

Und es kommt auch noch eine Frau hinzu: Martina Schwenker. Die 44-Jährige half in der vergangenen Saison schon einmal erfolgreich aus und spürt ein gewisses Kribbeln im Abzugsfinger. „Ich war zwar längere Zeit nicht mehr fest dabei, sondern habe in der Zweiten geschossen, aber ich will es noch einmal versuchen. Bei meinem Wettkampf als Ersatzschützin habe ich gesehen, dass ich in der Bundesliga noch mithalten kann. Das hat mich doch angestachelt, es noch einmal fest in der Ersten zu probieren. Die Einsatztermine müssten wir dann kurzfristig noch einmal besprechen“, erklärte Schwenker.

Ob das dann die vorläufig letzte Personalie beim Bundesliga-Urgestein aus Bassum ist, vermochte Voß noch nicht zu sagen: „Wir sind nicht abgeneigt, noch einen Schützen von außerhalb im Team aufzunehmen. Aber konkret ist da noch nichts.“

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