Nur die Scheutzow-Zwillinge sind in Bremen besser / Barrierin hat noch Probleme mit dem neuen Stab

Schwenke holt sich DM-Bronze

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Da ist die Welt noch in Ordnung, denn hier überquert Kim-Michelle Schwenke mit recht großem Abstand zur Latte 3,70 Meter. Doch höher ging es für die Barrierin im Dress des SV Werder bei der DM in Bremen nicht mehr. Am Ende sprang die Bronzemedaille heraus. 

Bremen/Barrien - Die deutschen Meisterschaften im Stabhochsprung der weiblichen U 18-Jugend steckten in diesem Jahr voller Besonderheiten. Vor einer Woche in Mönchengladbach abgebrochen, wurde der Wettbewerb jetzt in Bremen nachgeholt. Mit einer Sprunghöhe von 3,85 Metern sicherten sich die Zwillinge Dovile-Michelle und Laure Scheutzow gemeinsam den Titel. Dritte wurde mit der Höhe von 3,70 Metern Lokalmatadorin Kim-Michelle Schwenke (SV Werder Bremen).

Eigentlich wollte Schwenke bereits vor einer Woche auf dem Siegertreppchen stehen, doch bei der U 18-DM in Mönchengladbach passierte Tragisches: Eine Springerin verletzte sich schwer. Etliche Athletinnen waren geschockt, der Wettbewerb wurde abgebrochen. „Wettkampfleitung und Jury entschieden sich für eine Neuausschreibung. Die U 16-DM hier in Bremen bietet nun einen würdigen Rahmen und die besten acht Springerin sind erneut am Start,“ erklärte der Asendorfer Sven Schröder, der sowohl in Mönchengladbach wie auch in Bremen als DLV-Mitarbeiter für die Organisation mitverantwortlich war.

Kim-Michelle Schwenke lockte bei ihrem unerwarteten Heimspiel eine große Fangemeinde ins Stadion des TuS Komet Arsten in Obervieland. Viele, die sie jetzt anfeuerten, kannte sie noch, wie sie als siebenjährige Läuferin als kleines Energiebündel im Trikot des TSV Barrien Rennen um Rennen gewann.

Und natürlich hatte sie, die mit 3,85 Metern die besten Vorleistung hatte, auch diesmal auf einen Sieg gehofft. Es sollte nicht sein. Einstieg bei 3,50 Metern, ein Fehlversuch bei 3,60 Metern, 3,70 Metern im ersten Versuch überquert. Doch dann war der Wettkampf für die 17-Jährige zu Ende.

„Ich kann nur vermuten, warum es heute nicht lief“, erklärte Schwenke unmittelbar nach dem Wettkampf sichtlich entäuscht. „Ich bin im Training mit einem neuen Stab gesprungen. Alles klappte gut. Nur jetzt im Wettkampf, da hat es einfach nicht gepasst.“

Das Fernsehteam von Radio Bremen hatte Schwenke in ihrem Wettkampf begleitet und ließ der jungen Athletin nur wenig Zeit, um mit dem gemessen an den eigenen Erwartungen enttäuschenden Ergebnis fertig zu werden.

Bei der Siegerehrung war die Situation dann schon wieder eine ganz andere. Verpasstes Gold: Ja, natürlich. Aber immerhin mit dem Gewinn der Bronzemedaille das erste Edelmetall bei deutschen Meisterschaften. Und das ist ja nun allemal auch Grund genug zum Fröhlichsein. 

el

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