Auch Gerassimenko neu dabei

Schwede Falck kommt: Werder Bremen gelingt Top-Transfer

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Vielversprechende Verstärkung: Grenzaus aktueller Spitzenspieler Kirill Gerassimenko (links) und der Weltranglisten-13. Mattias Falck (rechts) kämpfen in der kommenden Saison für Werder Bremen in der Tischtennis-Bundesliga um Punkte.

Bremen - Von Carsten Drösemeyer. Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen hat auf den bevorstehenden Abgang des langjährigen Spitzenspielers Bastian Steger (geht zur neuen Saison zum Ligakonkurrenten TSV Bad Königshofen) mit einem spektakulären Transfercoup reagiert: In Mattias Falck wechselt im Sommer die Nummer 13 der Weltrangliste für ein Jahr an die Weser. Falck, den die meisten wohl besser unter seinem Geburtsnamen Karlsson kennen dürften, stößt vom französischen Erstligisten AS Pontoise-Cergy zu den Grün-Weißen und ist momentan in seinem Heimatland Schweden, mit dem er bei der jüngsten Team-Weltmeisterschaft Bronze erkämpfte, die unangefochtene Nummer eins.

Keine Frage: Mit diesem Weltklassespieler sollten die Hanseaten die riesige Steger-Lücke schließen können. Zumindest hält Werder-Coach Cristian Tamas große Stücke auf seinen neuen Schützling: „Mattias ist eine Riesenverstärkung. Unser Manager Sascha Greber hat bei seiner Verpflichtung einen überragenden Job gemacht.“

Kann man so stehen lassen, da der 27-jährige Falck ganz sicher auch bei anderen Topteams auf dem Zettel stand, doch der SVW nahm frühzeitig Kontakt zum hünenhaften Angriffsspieler auf und machte laut Greber schnell Nägel mit Köpfen: „Uns war schon länger klar, dass es Basti Steger wieder in seine bayrische Heimat ziehen könnte. Also brauchten wir einen Kracher, um so eine herausragende Nummer eins adäquat ersetzen zu können. Ich denke, das ist uns gelungen.“

Doch mit der Falck-Verpflichtung waren die Bremer Personalplanungen noch längst nicht abgeschlossen. In Person des Kasachen Kirill Gerassimenko angelten sich die Grün-Weißen für eine Saison den Spitzenspieler des Tabellenachten TTC Zugbrücke Grenzau und zogen so die derzeitige Nummer 43 der Weltrangliste an Land.

Für den 22-Jährigen wird hingegen Gustavo Tsuboi weichen müssen. Da in der Bundesliga nur ein Nicht-EU-Ausländer spielberechtigt ist, trennt sich Werder im Sommer vom Brasilianer. Ein absolut nachvollziehbarer Austausch, da Tsuboi momentan nur auf eine äußerst mäßige 2:9-Einzelbilanz kommt. Der wesentlich jüngere Gerassimenko bringt es dagegen bislang auf gute 10:11 Siege und schlug dabei Größen wie Steger oder Saarbrückens Nummer eins Patrick Franziska.

Deshalb erhofft sich Tamas auch einiges vom Youngster: „Kirill ist ein großes Talent. Er wird von Saison zu Saison stärker und könnte mit seinem attraktiven Halbdistanzspiel zu einem absoluten Publikumsliebling avancieren.“

Besonders erfreulich für den deutschen Meister von 2013: Während Falck seinen Lebensmittelpunkt nicht komplett nach Bremen verlegen wird, zieht Gerassimenko sogar in die Hansestadt und vergrößert so die Bremer Trainingsgruppe.

Zu der Hunor Szöcs ebenfalls weiterhin zählen wird: Der junge Rumäne hat im Gegensatz zu Bremens Nummer vier Florent Lambiet noch ein Jahr Vertrag und trägt so auch in der kommenden Serie das grün-weiße Trikot.

Bei Lambiet steht dies laut Greber indes in den Sternen: „Wir verhandeln noch mit Florent. Entschieden ist bislang aber nichts.“

Sollte der belgische Youngster Werder verlassen, müssten die Hanseaten sicherlich noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden - Eile hätte dies für Greber jedoch nicht: „Wir werden nächste Saison eine richtig gute Truppe ins Rennen schicken. Auch für Florent würden wir einen passenden Ersatz finden. Schließlich wollen viele mit einem Toptrainer wie Cristian arbeiten. In den Verhandlungen mit Mattias und Kirill war das unser großes Plus.“

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