Schwarmer Triathletin dachte sogar kurz über DM-Startverzicht nach / Imke Weers steigt aus

Rösner: Denkwürdiges Gold in Düsseldorf

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Viele stürzten mit dem Rad. Deshalb drosselte Gesine Rösner ihr Tempo.

Düsseldorf - Weiterer großer Erfolg für Gesine Rösner vom Tri Team Schwarme, denn sie holte sich in Düsseldorf in der Klasse TW 50 den Titel.

Gesine Rösner war stolz und erleichtert, den Wettkampf ohne Blessuren und mit Gold um den Hals beendet zu haben.

Schon vor dem Start ging es turbulent zu, denn es war die Frage zu klären, ob ein Neoprenanzug erlaubt sei. Mal ja, mal nein – am Ende wurde das Tragen nach erneuter Messung der Wassertemperatur (22,5 Grad) untersagt. Diese Entscheidung des Wettkampfgerichts und diverse Unwetterwarnungen bewogen bereits viele Athleten, auf einen Start zu verzichten, denn es waren ja noch Starkregen und Graupelschauer sowie starke Windböen für die Wettkampfzeit prognostiziert worden. Pünktlich zum Schwimmstart setzten dann auch starke Regenschauer ein. Auch Rösner überdachte ihre Situation, sprang dann aber doch ins Düsseldorfer Hafenbecken. Es sollte die bislang denkwürdigste Triathlon-Veranstaltung in ihrer Sportlerlaufbahn werden.

Bei einer olympischen Distanz sollten 1,5 km geschwommen, 40 km geradelt und 10 km gelaufen werden. „Die Distanzen wurden hier nicht ganz eingehalten“, bemerkte Coach Peter Rösner.

Die meisten Radstürze

verlaufen glimpflich

Nach 22:26 Minuten ging Rösner an Land, um anschließend aufs Rad zu wechseln. Der kurvige Kurs, der für die Athleten dreimal zu durchfahren war, war nicht ohne. Neben den sehr windlastigen Brückenüberführungen und unterschiedlich griffigen Straßenbelegen hatten die Athleten mit Starkregen und Graupelschauern sowie heftigen Windböen zu kämpfen. Dabei kam es serienweise zu Stürzen, die größtenteils glimpflich ausgegangen sind. Rösner war gewarnt: „Wenn man vor und hinter sich gehäuft Athleten stürzen sieht, die dann noch vor Schmerzen brüllen, denkt man häufiger an Aufgabe und drosselt das eigene Radtempo.“ Nach 1:05:07 Stunden stellte Rösner ihr Rad in der Wechselzone ab, um auf die abschließende Laufstrecke zu gehen.

Glücklicherweise beruhigte sich das Wetter ein wenig. Nach 2:17:43 Stunden erreichte Rösner glücklich, aber erschöpft, das Ziel und siegte souverän in ihrer Altersklasse vor Ingrid König (SC Altenrheine/2:29:50) und Ute Spieker (Team Essen 99/2:30:30).

Pünktlich zur Siegerehrung stellte sich plötzlich bestes Wetter ein, als hätte es den ganzen Tag nichts anderes gegeben. „Wir würden uns wünschen, mal wieder einen Wettkampf unter halbwegs normalen Witterungsbedingungen absolvieren zu können, denn das grenzte schon an Roulette“, resümierte Peter Rösner.

Für Vereinskollegin Imke Weers verlief die DM in der Altersklasse TW 35 nicht nach Plan. Die 35-Jährige lag nach dem Radfahren noch auf Top-Ten-Kurs, doch nach zwei Kilometern auf der Laufstrecke passierte es: Die zuvor schon lädierte linke Wade „meldete“ sich wieder. „Ich habe noch gedehnt und bin kurz angelaufen, aber es hatte keinen Zweck. Da bin ich lieber ausgestiegen, um eine schlimmere Verletzung zu vermeiden“, sagte Weers etwas frustriert.

töb

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