Oberliga-Aufsteiger verliert in Schwanewede nach 9:4-Führung am Ende deutlich

„Schwäne“ setzen Brinkum schmerzhaft zu – 22:33

Trug sich beim 22:33 in Schwanewede viermal in die Torschützenliste ein: Brinkums Maik Bhola (beim Wurf). ·
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Trug sich beim 22:33 in Schwanewede viermal in die Torschützenliste ein: Brinkums Maik Bhola (beim Wurf). ·

Brinkum - Was Sven Engelmann schon vor dem Auftritt bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen geahnt hatte, bewahrheitete sich am Samstagabend: „Wir müssen die Punkte woanders holen“, sagte der Trainer des abstiegsbedrohten Handball-Oberligisten FTSV Jahn Brinkum nach der 22:33 (9:12)-Niederlage beim neuen Tabellenvierten.

Sein Gesamturteil fiel wieder mal gemischt aus, denn entweder überzeugt das Jahn-Kollektiv seinen Trainer ausnahmslos – oder es enttäuscht ihn. Dazwischen gibt es derzeit nicht viel beim Aufsteiger. So zeigten die Gäste in der Schwaneweder „Heidehölle“ am Anfang eine starke Leistung „mit allem, was wir uns vorgenommen hatten“, fasste Engelmann zusammen: „Wir standen gut in der Abwehr und haben im Angriff geduldig bis auf den Punkt gewartet.“ So führte Brinkum von Beginn an und baute diesen Vorsprung über 3:1, 5:4 (15.) und 9:4 (19.) aus. In den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs brachte der FTSV jedoch keinen einzigen Ball mehr im HSG-Gehäuse unter, so dass die Hausherren bis zur Pause den Spieß zum 12:9 umdrehten.

„In der Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, es besser zu machen – aber dabei ist es dann leider auch geblieben“, berichtete Engelmann. Seine Männer kamen kaum durch die robuste Schwaneweder Deckung – und entschieden sich angesichts dieses Bollwerks zu verfrühten Würfen. „Das waren Dinger aus neun Metern, die für die Torhüter leichte Beute bedeuteten“, erklärte der FTSV-Coach. Erst acht Minuten nach Wiederanpfiff glückte den Gästen wieder ein Tor – zum 10:15 (38.). Nach drei Vierteln der Partie standen nur 14 Treffer für sein Team auf dem Protokoll, während die „Schwäne“ weiter zuschnappten. Auch die Herausnahme des soliden Torhüters Aschkan Sadeghi gegen Hauke Hellbernd, um vielleicht ein anderes Trefferbild zu erzeugen, brachte keine Linderung. Ebensowenig wie der Versuch, die HSG-Topshooter Matthias Ruckh und Andreas Szwalkiewics durch engere Bewachung aus dem Spiel zu nehmen.

Fazit: abhaken und aufs nächste Spiel konzentrieren – doch diese Aufgabe wird wieder ganz, ganz schwer: Am Samstag um 16.30 Uhr erscheint der amtierende Oberliga-Meister TSV Bremervörde in der Brinkumer KGS-Halle. Bis dahin hofft Engelmann, dass Meik Schäfer wieder voll dabei ist, der in Schwanewede umgeknickt war und über Sprunggelenk-Probleme klagte. „Aber Meik ist ja ein harter Junge“, sagt sein „Chef“. · ck

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