Ob in der Bayernliga oder in der hiesigen Bezirksliga: Fynn Rusche überzeugt allerorts

Schwäbischer Stuhrer

In Augsburg entwickelte sich Fynn Rusche noch mal weiter. „Auf Sicht wünsche ich ihn mir mit seiner Ruhe und Ballsicherheit als Taktgeber im Mittelfeld“, sagt sein Trainer Christian Meyer.
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In Augsburg entwickelte sich Fynn Rusche noch mal weiter. „Auf Sicht wünsche ich ihn mir mit seiner Ruhe und Ballsicherheit als Taktgeber im Mittelfeld“, sagt sein Trainer Christian Meyer.

Stuhr – Wenn Fynn Rusche vom Bezirksligisten TV Stuhr im Internet die „fußball.de“-Seite öffnet, dann schaut er mittlerweile immer zuerst nach den Ergebnissen der U 13 des FC Augsburg. Aus welchem Grund? Dazu später mehr.

Zunächst begann die Fußball-Karriere des 27-Jährigen relativ stinknormal. Bis zur D-Jugend kickte Rusche für den TuS Varrel, ehe er mit einigen Kumpels zusammen zum TV Stuhr „rübermachte“. Keine schlechte Entscheidung, da sich der Student für Sportmanagement beim TVS schnell zu einem absoluten Leistungsträger entwickelte. Erst im Jugendbereich, dann als umsichtiger Sechser auch in der ersten Herren. Zusammen mit Freunden wie Riccardo Azzarello oder Torben Drawert trug Rusche maßgeblich zum größten Erfolg der Stuhrer Vereinsgeschichte bei, als sich der TVS mit seinem Trainerduo Christian Meyer/Stephan Stindt 2018 den Bezirksliga-Titel schnappte.

Damals noch mit Rusche als Ruhepol im Mittelfeld, doch in der Landesliga lief der feine Techniker plötzlich in der Innenverteidigung auf. „Dafür gab es einen ganz einfachen Grund“, erklärt der 27-Jährige seine „Rückversetzung“ mit einem Schmunzeln: „Ich hatte zur der Zeit schon mit meinem Studium in Augsburg begonnen und konnte so kaum noch trainieren. In der Innenverteidigung war das schlichtweg wesentlich einfacher zu kompensieren.“

Ewig ging die Pendelei zwischen Augsburg und Stuhr allerdings nicht gut. Nach einigen Monaten zog der Student beim TVS einen vorläufigen Schlussstrich und suchte sich in Augsburg einen Verein. Den er im Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg auch schnell fand. „Zunächst wollte ich mich dort nur fithalten und mittrainieren“, erinnert sich Rusche: „Aber dann ist mein Ehrgeiz erwacht. Ich wollte mich auf Bayernliga-Niveau beweisen.“

Gesagt, getan: Rusche biss sich auf der Sechser-Position fest und gewöhnte sich nach und nach an das „deutlich höhere Tempo. In der Bayernliga hat man viel weniger Zeit. Überhaupt ist das ein ganz anderer Schnack als in unserer Region.“

Natürlich stand für den 27-Jährigen aber nicht die eigene fußballerische Weiterentwicklung im Vordergrund. Anlässlich seines Studiums durfte Rusche bei einem Praktikum ins Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten FC Augburg hineinschnuppern und zeigte sich beeindruckt: „Das Bremer NLZ ist vielleicht noch einen Schritt weiter, aber in Augsburg entsteht richtig was. Das war super interessant.“

Und weil sich der Stuhrer bei seinem Praktikum schnell als Vollblutfußballer zu erkennen gab, bekam er das Angebot, sich als Co-Trainer der Augsburger U 13 zu versuchen. Rusche war sofort Feuer und Flamme und verfolgt deshalb „intensiv den Werdegang meiner ehemaligen Schützlinge. Es wäre schon cool, wenn einer von denen mal Profi wird.“

Doch so schön die Zeit in Augsburg auch war, während der Corona-Pandemie wuchs bei Rusche immer mehr das Heimweh nach seinen alten Kumpels und der gewohnten Umgebung. Folgerichtig packte er seine Sachen und tritt mittlerweile auch wieder für den TVS gegen den Ball. Sehr zur Freude seines Trainers. „Fynn ist einer unserer größten Techniker“, lobt Meyer: „Auf Sicht wünsche ich ihn mir mit seiner Ruhe und Ballsicherheit als Taktgeber im Mittelfeld. Er hat sich in Augsburg toll entwickelt.“

Doch auch sein Ehrgeiz ist dort spürbar gewachsen. „Ich fühle mich in Stuhr sehr wohl“, betont Rusche: „Aber eine höhere Spielklasse würde mich schon reizen. Immer nur Bezirksliga muss nicht sein.“

Okay, vielleicht schafft der TVS ja die Rückkehr in die Landesliga. Fynn Rusche weiß schließlich genau, wie man Bezirksliga-Meister wird.

Von Carsten Drösemeyer

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