Glücklich im zentralen Mittelfeld: „Mehr Spielanteile und nicht mehr weit schreien“

Schults simpler Plan: Für Seckenhausen bis zum Schluss

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Christian Schult (links) fühlt sich in seiner neuen Rolle im zentralen Mittelfeld wohl: Da hat er mehr Spielanteile und muss „nicht so weit schreien“, sagt der 32-Jährige. ·

Seckenhausen - Von Cord KrügerGut, dass er es nicht getan hat! Als im Sommer die große Flucht von der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst einsetzte und sich das Bezirksliga-Team aus Zweitherren- und A-Jugendspielern neu aufstellen musste, hätte auch Christian Schult fast einen Schlussstrich gezogen. „Ich habe drüber nachgedacht, mit Fußball aufzuhören“, verriet der 32-Jährige. „Ein Wechsel zu einem anderen Verein wäre für mich jedenfalls nicht infrage gekommen.“ Das war bis auf wenige Ausreißer des jungen Schult im Juniorenbereich schon immer so. Seit seinem Herren-Debüt 1999 trug „Schulle“ nur das TSG-Trikot – und es scheint so zu bleiben.

„Man soll zwar nie nie sagen, aber ich fühle mich in Seckenhausen wohl.“ Seit Sonntag noch ein bisschen mehr, als der Mittelfeldmann zwei Tore beim 3:2-Sieg über den SV Heiligenfelde markierte. Den Doppelpack sieht „Schulle“ auch als Konsequenz seiner neuen Rolle. „Früher war ich meistens Rechtsaußen, aber jetzt als ,Achter‘ gefällt es mir besser – da bin ich zentraler und habe mehr Spielanteile“, freut sich der Routinier. Zudem „kommen meine Ansagen besser an, weil ich nicht so weit schreien muss…“

Schults Kommandos drehen sich ums richtige Timing des Anlaufens und besseres Verschieben. Da kommt ihm seine Arbeit als Video-Analyst im Nachwuchsleistungszentrum von Werder Bremen samt Besprechungen mit vielen Trainern zugute. Fast zwangsläufig suchen ihn die TSG-Teamkollegen nun häufiger als Anspielstation. So bekam Schult vor seinem ersten Treffer den Ball, „als ich genug Tempo drauf hatte und einfach draufgehalten habe“. Das zweite Tor spielt der Matchwinner bescheiden herunter: „Das hat mir Marvin Bialucha perfekt aufgelegt. Ich musste nicht mehr viel machen.“

Bialucha ist einer dieser jungen Kicker, die in die Erste aufrückten, die „wissbegierig und bissig sind“, nennt Schult einen Pluspunkt im Abstiegskampf. Das geringe Durchschnittsalter verschafft der TSG zudem konditionelle Vorteile.

Diese zweite Luft hat auch „Schulle“ noch – denn der 32-Jährige verpasst keine Einheit, hat zusätzlich noch „Körner“ für die Tennis-Herren von Jahn Brinkum – und fing jetzt sogar wieder mit Tischtennis an. „Das hat sich im Urlaub mit meinem Kumpel Björn Linke ergeben“, grinst Schult. Der spielt ebenfalls Tennis in Brinkum, steht aber auch für den TuS Sudweyhe an der Platte. „Als wir dann mal Tischtennis gespielt haben, meinte er, dass ich denen in ihrer Personalnot helfen könnte. Zurzeit verliere ich zwar noch öfter, aber es wird besser.“

Priorität genießt dennoch der Fußball – mit der TSG. Sollte es da am Ende doch nicht zum Klassenerhalt reichen, schließt der Mittelfeldmann einen Vereinswechsel weiter aus. „Vielleicht höre ich dann aber wirklich auf.“ Gedanken um die Zeit danach – etwa eine Laufbahn als Trainer – hat sich der Leistungsträger allerdings noch nicht gemacht. Ein gutes Zeichen dafür, dass es bis zu Schults Abschied noch dauert.

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