Seckenhausens Kapitän vergibt gegen Uchte zwei Großchancen

Schult hat den Sieg auf dem Fuß – 2:2

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Seckenhausens Kapitän Christian Schult (li.) hatte am Sonntag in der Schlussphase noch zweimal den Siegtreffer auf dem Fuß, ließ die Chancen aber aus.

Seckenhausen - Von Arne Flügge. Da saß er nun auf dem pitschnassen Rasen, die Hände vors Gesicht geschlagen und in Gedanken noch bei den Minuten zuvor, in denen er die Partie für seine Mannschaft hätte entscheiden können. Zweimal (88./90.) war Christian Schult vom Fußball-Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst frei vor dem Tor des SC Uchte aufgetaucht – beide Male brachte der Kapitän den Ball aber nicht im Tor unter, so dass es am Ende beim 2:2 (1:1) blieb.

„Es gibt Tage, da machst du solche Dinger einfach rein. Dann gibt es aber auch Tage, an denen du vor dem Tor zu viel überlegst und gar nichts triffst. Vor allem, wenn du vorher schon nicht so gut gespielt hast“, seufzte der 35-Jährige. In der 88. Minute hatte Schult den Ball nach feiner Flanke von Fabian Öhlerking freistehend neben das Tor gesetzt, praktisch mit dem Schlusspfiff war er – wieder blank vor dem Tor – an Uchtes Keeper Jan Bornkamp gescheitert. „Den ersten muss ich einfach machen“, haderte Schult, „den zweiten hat er aber auch richtig gut gehalten“. Keine Frage, dennoch dürfte der TSG-Kapitän einen unruhigen Abend gehabt haben. „Das wird mir sicher noch ein bisschen durch den Kopf gehen“, sagte er beim Gang in die Kabine.

Dort war der Spieler des Spiels bereits angekommen: Nico Kiesewetter. Seckenhausens Mittelstürmer hatte mit seinen Toren in der 39. und 68. Minute die zweimalige Führung der Uchter durch Xelet Agirmann (26.) und Lukas Klöpper (55.) jeweils ausgeglichen und dafür gesorgt, dass seine Mannschaft im Rennen blieb. Dabei war es lange offen gewesen, ob Kiesewetter überhaupt auflaufen konnte. „Eigentlich wollte ich gar nicht spielen, weil ich angeschlagen war“, berichtet der Angreifer über eine Sehnenreizung im Fuß. Doch schließlich wollte er die Mannschaft auch nicht hängenlassen. Und dass er seinen Teamkollegen nun mit einem Doppelpack richtig helfen konnte, machte den 21-Jährigen natürlich mächtig froh. „Das ist ein tolles Gefühl. Ich freue mich riesig über meine Tore“, meinte Kiesewetter, für den es derzeit richtig gut läuft. „Vier Tore in zwei Spielen – ich denke, das ist in Ordnung“, schmunzelte er.

Allerdings verschwieg Seckenhausens Torjäger nicht, dass er durchaus noch ein, zwei Tore mehr hätte erzielen können, wenn nicht gar müssen. In der achten Minute war er an Bornkamp gescheitert, sieben Minuten später verstolperte er freistehend vor Uchtes Keeper, ehe Kiesewetter fast mit dem Pausenpfiff einen Kopfball knapp neben das Gehäuse setzte. Natürlich hatte auch Uchte zwischendurch immer wieder mal gefährliche Szenen, „doch das klare Chancenplus über die gesamten 90 Minuten hatten wir“, meinte Seckenhausens Trainer Dirk Hofmann. Von daher überwiege erst einmal auch die Enttäuschung darüber, „dass wir hier heute keine drei Punkte geholt haben. Die hätten uns richtig gut getan. Die Chancenverwertung ist derzeit unser Manko.“

Auf der anderen Seite war seine Mannschaft aber auch auf einen sehr starken Gegner getroffen, „der immer wieder brandgefährlich war“, meinte der TSG-Coach. Von daher könne er unterm Strich mit dem Punkt doch gut leben. Schließlich habe sein Team gegen richtig gute Uchter diese zahlreichen Chancen herausgespielt, was durchaus positiv zu bewerten sei. Für Kapitän Christian Schult war das an diesem Tag sicherlich nur ein schwacher Trost.

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