Norddeutsche Meisterschaften der Leichtathleten in Berlin

Schröder: Silber aus der kalten Hose

Anna Lena Mahlstedt knackte in Berlin ihre persönliche Bestleistung über 800 Meter.

Berlin - Von Gerd Töbelmann. Die drei Starter aus Vereinen des Kreises Diepholz waren mit ihren Leistungen bei den Norddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Berlin durchaus zufrieden. Am besten schnitt dabei Sven Schröder (TSV Asendorf) ab, der bei den Herren Vizemeister mit dem Speer wurde. Aber auch Louis Knüpling (TSV Asendorf/persönliche Bestzeit über 200 m) und Anna Lena Mahlstedt (Jahn Brinkum) enttäuschten keineswegs. Zudem holte sich die für den SV Werder Bremen startende Kim-Michelle Schwenke im Speerwurf gar den Titel bei den U 18-Juniorinnen.

Mit ziemlich gemischten Gefühlen trat Sven Schröder die Reise in die Bundeshauptstadt an. Aus beruflichen Gründen war es für den 28-Jährigen ein Wettkampf aus der kalten Hose heraus. Die erzielten 63,77 Meter und der damit verbundene zweite Platz stellten ihn jedoch zufrieden. „Unter den gegebenen Umständen war das okay. Auch seine anderen Würfe landeten meistens über 60 Meter“, freute sich Mutter und Trainerin Ute Schröder.

Auch an ihrem Schützling Louis Knüpling hatte sie nur wenig auszusetzen. Am ersten Tag standen die 100-Meter-Läufe auf dem Programm. Der 22-Jährige gewann seinen Vorlauf in 11,05 Sekunden und legte im Zwischenlauf noch eine 11,03 nach. Das langte aber nur zu Platz drei, womit er das Finale knapp verpasste. „Dennoch war das ein ganz starker Auftritt von Louis“, erklärte Ute Schröder.

Am Tag danach standen die 200 Meter an. Erneut setzte sich Knüpling in seinem Vorlauf durch, schaffte in 21,97 Sekunden sogar eine neue persönliche Bestzeit und zog damit direkt ins A-Finale ein. Dort schrammte er in 22,09 Sekunden nur knapp an Bronze vorbei und wurde Vierter. „Damit hatten wir nie und nimmer gerechnet“, strahlte seine Trainerin. Eigentlich wollte Knüpling auch im Dreisprung starten und das Podium attackieren, doch aufgrund der 200-m-Strapazen verzichtete der Asendorfer auf einen Start.

Ebenfalls eine neue Bestzeit legte auch die Brinkumerin Anna Lena Mahlstedt bei den U18-Juniorinnen hin. Über 800 Meter blieben die Uhren bei tollen 2:20,34 Minuten stehen, was der 16-Jährigen unter 21 Starterinnen den neunten Platz einbrachte. „Die Qualizeit zur Deutschen Meisterschaft ist nur zwei Sekunden weg. Vielleicht schafft sie das noch“, freute sich Trainer Klaus Lange über die Leistung seiner jungen Athletin, die natürlich auch vom Training im Landeskader profitiert. Aufgrund von Wadenproblemen sagte Mahlstedt danach ihren Lauf über 400 Meter ab.

Den Vogel schoss jedoch die Barrierin Kim-Michell Schwenke (Werder Bremen) ab, die mit 3,85 Metern U18-Siegerin im Stabhochsprung wurde. Dabei musste sie ziemlich bangen, denn über 3,50 m leistete sich die 16-Jährige zwei Fehlversuche. Bereits gestern bestieg sie in Düsseldorf den Flieger nach Tiflis (Georgien), um an der Junioren-EM teilzunehmen.

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