Schops sieht „wenig positive Punkte“

TuS Sulingen unterliegt Spelle knapp

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Auch den hat er sicher: Sulingens Torwart Tim Becker fischt hier vor Spelles Niklas Hoff einen Eckball ab.

Sulingen - Von Cord Krüger. Pascal Löhmann raufte sich die Haare. Erst in Minute 84, als der Joker des TuS Sulingen Torwart Michael Gellhaus zur Glanzparade zwang. Dann in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als sein Flachschuss nur eine Handbreit am rechten Pfosten vorbei rauschte. ben“.

Doch Löhmann mag sich nach der 0:1 (0:1)-Niederlage gegen Oberliga-Spitzenreiter SC Spelle-Venhaus damit trösten, dass er in seinen 20 Minuten Einsatzzeit gestern mehr gefährliche Szenen hatte als einige seiner Kollegen aus der Startelf. Und das gegen allenfalls mit halber Kraft agierende Emsländer. „Heute habe ich wenige positive Punkte gesehen, an die wir anknüpfen könnten“, gestand TuS-Trainer Maarten Schops: „Wir haben gegen eine Mannschaft, für die es um nichts mehr geht, zu keiner Zeit unser Spiel durchgesetzt.“ Auch sein Kapitän Dennis Neumann war bedient: „Das soll jetzt nicht beleidigend klingen, aber Spelle ist hier aufgetreten wie eine Thekentruppe“, sagte er über den Primus, der auf die Regionalliga-Relegation verzichtet: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns ja immerhin den Arsch aufgerissen, aber vorn bekommen wir keinen Ball ins Tor.“ Schops vermisste zudem die Kompaktheit im Mittelfeld, „die gesunde Portion Aggressivität und die Geschlossenheit, mit der wir am Mittwoch noch in Delmenhorst gewonnen ha

Dort verlor er allerdings auch – und zwar Taiki Hirooka mit einer Zerrung. Für den Japaner rückte Danny Arend ins defensive Mittelfeld vor der Abwehr, die auch ohne den frischgebackenen Vater Sören Sandmann insgesamt sicher stand.

Trotzdem taten sich die Gastgeber zu schwer, kamen nicht gut in die Zweikämpfe und leisteten sich Fehler im Spielaufbau. „Wir gucken nur zu“, schimpfte Schops nach einer Viertelstunde aus seiner Coachingzone. Dann aber zeigte Linksaußen Jan-Christoph Thom zwei Klasse-Soli in die Box (14./16.), scheiterte jedoch beide Male an Gellhaus. Danach musste Sulingens Schlussmann Tim Becker erstmals gegen Torjäger Sascha Wald retten (24.). Kurz darauf war der 26-Jährige hingegen machtlos, als Philipp Elfert aus der zweiten Reihe draufhielt und der abgefälschte Ball unten links zum 0:1 einschlug (26.). Jetzt spielte der TuS mutiger nach vorn, doch die Bemühungen endeten meist beim kopfballstarken Jannik Landwehr. Immerhin: Ein Schuss von Hussein Saade nach feinem Austricksen von zwei Spellern flog knapp am Giebel vorbei (31.). Dass es bis zur Pause aber beim 0:1 blieb, lag an Becker, der in Minute 43 doppelt sensationell reagierte – zunächst bei Walds Flachschuss, dann bei Moritz Waldows Nachsetzen.

Nach Wiederanpfiff blieb Becker im Herauslaufen erneut Sieger gegen Wald (47.) und musste Sekunden später ansehen, wie Saade frei vor Gellhaus drüber schoss. Nun war wieder Wald dran – und fand von halblinks erneut im fliegenden Becker seinen Meister (51.). Dass auch Keeper-Kollege Gellhaus sein Handwerk versteht, zeigte er beim Kracher von Koc nach einem Sikut-Einwurf (57.). Je weiter die Uhr herunterlief, desto mehr warf der Aufsteiger nach vorn – doch es nutzte nichts. „Immerhin blieb es bis zum Ende spannend“, urteilte Schops.

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